-
20.08.2014
- → Schwerpunkt
OSZE: Keine Waffentransporte registriert
Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Grenze zwischen Rußland und der Ukraine überwachen, haben laut Missionschef Paul Picard bislang keine Waffentransporte über die Grenze registriert. »Waffen haben wir nie gesehen«, sagte Picard am Dienstag laut RIA Nowosti auf einer Pressekonferenz im südrussischen Gebiet Rostow. Auf die Frage, ob die Beobachter militärische Fahrzeuge gesichtet hätten, antwortete Picard. »Gestern haben wir an zwei Grenzübergängen keine Militärfahrzeuge beim Passieren der Grenze gesehen.« In der vergangenen Woche seien russische Militärhubschrauber intensiver als sonst in Grenznähe gekreist, ohne jedoch die Grenze verletzt zu haben, so der OSZE-Missionschef weiter. »All diese Hubschrauber flogen in den Luftraum der Ukraine nicht ein und waren immer auf der Seite der Russischen Föderation; die Flüge fanden in Sichtweite der Beobachter statt.«
Rußlands Außenminister Sergej Lawrow hatte das Truppenaufgebot im russischen Grenzgebiet als Sicherheitsmaßnahme im Zusammenhang mit den andauernden Kämpfen in der Ostukraine bezeichnet. »Vorsicht kann nie überflüssig sein. Wir müssen wachsam bleiben, wenn jenseits der Grenze ein regelrechter Krieg mit Artillerie, Luftwaffe und Mehrfachraketenwerfern stattfindet.«
Reporter der britischen Zeitungen Guardian und Daily Telegraph hatten in der vergangenen Woche berichtet, einen Konvoi aus 23 russischen Militärfahrzeugen beim Überqueren der Grenze zur Ukraine beobachtet zu haben. Die Meldung über die »russische Militärintervention« ging um die Welt. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon und der Weltöffentlichkeit in einer Pressekonferenz von der »weitgehenden Vernichtung russischen Militärgeräts«. Die russische Armee wies diese Behauptungen als »Phantasien« zurück. Auch die OSZE-Beobachter versicherten, keine Militärkolonne beim Überqueren der Grenze gesichtet zu haben. Schließlich teilte auch Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, daß die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine nicht bestätigen könnten.
(RIA Nowosti/jW)
Rußlands Außenminister Sergej Lawrow hatte das Truppenaufgebot im russischen Grenzgebiet als Sicherheitsmaßnahme im Zusammenhang mit den andauernden Kämpfen in der Ostukraine bezeichnet. »Vorsicht kann nie überflüssig sein. Wir müssen wachsam bleiben, wenn jenseits der Grenze ein regelrechter Krieg mit Artillerie, Luftwaffe und Mehrfachraketenwerfern stattfindet.«
Anzeige
Reporter der britischen Zeitungen Guardian und Daily Telegraph hatten in der vergangenen Woche berichtet, einen Konvoi aus 23 russischen Militärfahrzeugen beim Überqueren der Grenze zur Ukraine beobachtet zu haben. Die Meldung über die »russische Militärintervention« ging um die Welt. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon und der Weltöffentlichkeit in einer Pressekonferenz von der »weitgehenden Vernichtung russischen Militärgeräts«. Die russische Armee wies diese Behauptungen als »Phantasien« zurück. Auch die OSZE-Beobachter versicherten, keine Militärkolonne beim Überqueren der Grenze gesichtet zu haben. Schließlich teilte auch Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, daß die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine nicht bestätigen könnten.
(RIA Nowosti/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ siehe auch
→ mehr aus dem Ressort Schwerpunkt
