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Ärger um Polizeischau mit Beweisstücken

Dresden. Eine Ausstellung mit Beweisstücken schwerer Verbrechen in Sachsen in der Dresdner Polizeidirektion sorgt für Unverständnis. »Wir sind schockiert über diese Respektlosigkeit gegenüber den Opfern«, kritisierte Joachim Rudolph, Vater der 2006 von einem Mann entführten und über Wochen mißbrauchten Stephanie, am Donnerstag. Nach einem Bericht von Bild gehört die Holzkiste, in die der Täter die damals 13jährige teils stundenlang sperrte, zu den Gegenständen aus der Asservatenkammer. »Man hat uns vorher nicht gefragt oder darüber informiert«, sagte Rudolph. Auch seine Tochter sei erbost. Die Präsentation der polizeihistorischen Sammlung umfaßt Beweisstücke, die bis in die 40er Jahre zurückreichen, sowie Uniformen der Polizei und Kriminaltechnik. In dem Raum der Polizeidirektion ist auch die 94 mal 50 mal 49 Zentimeter kleine Holzbox zu sehen.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2014, Seite 2, Inland

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