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Spanien: Freisprüche nach Ölpest

La Coruña. Elf Jahre nach der verheerendsten Ölpest Spaniens hat ein Gericht im galicischen La Coruña die Besatzung des Tankers »Prestige« und die Behörden von jeglicher Schuld an dem Unglück freigesprochen. Der griechische Kapitän Apostolos Mangouras wurde allerdings zu einer Haftstrafe von neun Monaten wegen Befehlsverweigerung verurteilt. Nachdem die »Prestige« am 13. November 2002 bei Sturm leck geschlagen war, hatten die spanischen Behörden angeordnet, das Schiff möglichst weit hinaus aufs Meer zu schleppen. Das hatte der heute 78jährige Mangouras zunächst verweigert. Sechs Tage später zerbrach der Tanker. Mindestens 50000 Tonnen Schweröl verseuchten die Küsten Spaniens, Frankreichs und Portugals auf einer Länge von mehr als 1700 Kilometern.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2013, Seite 6, Ausland

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