25.09.2013
In den Dreck gezogen
Geschäftspartner des NSU-Mordopfers Theodoros Boulgarides redet im Prozeß Klartext über Polizeiarbeit. Damaliger Ermittler meldet sich krank
Von Claudia Wangerin, München
Der Schlüsseldienstladen im Münchner Westend war erst 14 Tage vor dem Tod des Mitinhabers Theodoros Boulgarides eröffnet worden. An der Außenbeschriftung deutete nichts auf die griechische Herkunft des 41jährigen hin, der am 15. Juni 2005 das siebte Opfer der rassistischen Mordserie wurde, zu der sich Jahre später der »Nationalsozialistische Untergrund« (NSU) bekannte. »Schlüsselwerk OHG«, eine Festnetztelefonnummer und das Serviceangebot waren dort weiß auf blauem ...
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