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Baustelle Suhrkamp

Der Suhrkamp Verlag soll umgebaut werden. Am Dienstag wurde das Insolvenzverfahren in Berlin eröffnet. Die zuständige Richterin Mechthild Wenzel vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung Die Welt. Der Insolvenzplan für den Suhrkamp Verlag sieht nach Angaben des Unternehmens die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vor. Dieser Schritt sichere die Existenz und Handlungsfähigkeit des Verlags, teilte das Traditionshaus am Mittwoch in Berlin mit. Und: Der Gesellschafterstreit werde das operative Geschäft nicht länger beeinträchtigen können. Zukünftig soll ein Vorstand eigenverantwortlich handeln. Verlagschefin Ursula Unseld-Berkéwicz, die 61 Prozent am Unternehmen hält, ist mit dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach (39 Prozent) seit Jahren zerstritten. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2013, Seite 12, Feuilleton

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