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Aus: Ausgabe vom 01.12.2012, Seite 16 / Aktion

In sechs Wochen wird abgerechnet

Ökonomische Situation
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Natürlich freuen wir uns nicht nur über materiellen, sondern auch über inhaltlichen Zuspruch. »Meine Frau und ich sind bereits recht lange überzeugt von der Unersetzbarkeit und Einmaligkeit der jW als linkes Medienkorrektiv und zuverlässigen Kompaß im Desinformations- und sonstigem Shit-Storm, dem wir alltäglich ausgesetzt sind…«, schreiben uns Jürgen und Siliva K. aus Italien. Schon vor »den großen Seenotmeldungen der jüngsten Kampagne« buchten sie ein Online-Abo. Um die junge Welt zusätzlich zu unterstützen, haben sie jetzt auf ihrem Newsletter Liguri Info die Zeitung als Literaturempfehlung ausgezeichnet, was neue Abos bringen soll. »Eine unverbogen linke Zeitung mit revolutionärer Optik, die zudem noch verständlich schreibt, darf nicht sterben!… Sparen könnt Ihr z.B. durch den Verzicht auf eine Überarbeitung des Internetauftritts… da gibt es Wichtigeres«, meinen die jW-Freunde. Richtig ist, daß wir schon heute mit unserem Internetauftritt sehr erfolgreich sind. Aber wir brauchen mehr Abonnements, im Print- wie im Onlinebereich. Und die bekommen wir nicht nur durch eine gute Zeitung, sie muß in beiden Formen auch optimal nutzbar sein. Ab diesem Samstag bieten wir zum Beispiel am Ende aller Onlineseiten einen sogenannten Footer, mit dem man sich viel einfacher als bisher durch die Vielfalt unseres Internetangebotes bewegen kann. Aber auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für die Werbung – für unsere Leserinnen und Leser auch eine Anregung zur Nachahmung. Ausreichend neue Abos bekommen wir nur, wenn die Zeitung weiterempfohlen wird.

Ein schönes Beispiel, wie man das auch mit der Printausgabe machen kann, beschreibt uns Martin G., der als Politikwissenschaftler in einem Jugenddorf tätig ist: »Von Ihrer Zeitung halte ich sehr viel. Da abzusehen ist, was aus dem Abo der Frankfurter Rundschau werden wird, das ein Kollege täglich mitbringt, möchte ich gerne dessen sozialen Dienst fortführen und dabei dem interessierten Kollegium Ihr Produkt vorstellen.« Um die FR ablösen zu können, hat er die junge Welt abonniert. »Ich verspreche Ihnen…, daß Ihre Zeitung viele Menschen erreichen wird – sehen Sie es als Pflänzchen.« Unsere Erfahrungen belegen, daß so die Zeitung bekannter wird – was nicht selten zu neuen Abos führt.

Zwischen Kennenlernen der jungen Welt und einem Abo liegen aber in der Regel doch einige Wochen regelmäßiges jW-Studium. Deshalb bieten wir bis zur Liebknecht-Luxemburg-Demo am 13. Januar unser Geschenkabo (13 Wochen für 60 Euro) an: Sie suchen sich Freunde, Bekannte, Genossen aus, denen Sie die junge Welt schenken. Das Abo endet, ohne daß es abbestellt werden muß. Wenn Sie dann auch noch mit dem oder der Beschenkten reden, ist die Chance groß, daß daraus ein richtiges Abo wird.


Die Genossenschaft der jungen Welt hatte am vergangenen Samstag zu einer außerordentlichen Vollversammlung eingeladen. Dort wurde die Situation der jungen Welt dargestellt und eine Unterstützungsaktion beschlossen. Zur Zeit wird deshalb ein Briefversand vorbereitet: Jedes Mitglied wird darum gebeten, ein Vollabo und/oder Geschenkabos für die junge Welt zu organisieren. Und, wenn möglich, einen weiteren Anteil zu zeichnen. Ziel der Aktion ist es, bis zur Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar alleine über die Genossenschaft 100 Voll- und 300 Geschenkabos zusätzlich für die junge Welt bereitzustellen. Wenn die Briefe nächste Woche eintreffen, bleiben noch knappe sechs Wochen, um die Ziele zu realisieren. Soviel Zeit bleibt auch noch für alle anderen, ein Online-, Print- oder Geschenkabo abzuschließen. Dann wird abgerechnet.

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