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Aus: Ausgabe vom 28.07.2011, Seite 16 / Sport

Fußball-Randspalte

Als stünde es noch 0: 0

Hamburg. Der sechstklassige Eimsbütteler Turnverband (ETV) sieht dem DFB-Pokal-Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag etwas besorgt entgegen. Bedauerlicherweise ist die Herrenmannschaft fast geschlossen aus dem Verein ausgetreten. Der Hamburger Landesligist tritt mit der verstärkten A-Jugend an. Durchschnittsalter: 19,1 Jahre. Von den Herren ist nur Innenverteidiger Gunnar Hitscher geblieben. Nur er hat schon mal vor mehreren tausend Zuschauern gespielt. »Ich fühle mich jetzt wie der letzte Mohikaner«, sagt der 23jährige, dessen Exteam 70 Prozent der Prämie für den Hamburger Pokalsieg (110000 Euro) verlangte. Der Klub zahlte nur 50 Prozent aus. Abwehr-Mohikaner Hitscher beschwört seine Jungs nun: »Auch wenn es schnell 0:3 oder 0:4 steht, müssen wir weitermachen, als stünde es noch 0:0.« Andernfalls könnte die DFB-Pokal-Rekordpleite des VfB Knielingen aus dem Jahr 1941, ein 0:17 gegen die Stuttgarter Kickers, überboten werden. Trainer Harald Wenzing, der die Mannschaft erst vor wenigen Wochen in die A-Jugend-Regionalliga führte, meint: »Normalerweise muß man als Coach vor dem Spiel Spannung aufbauen, diesmal geht es darum, sie runterzudrehen.« (sid/jW)

Gründe benötigt

Tokio. Die lebenslange Sperre, die der Weltverband FIFA gegen Mohammed Bin Hammam verhängte, wird in Asien nicht vorbehaltlos akzeptiert. Japans Verbandschef Junji Ogura verlangt von der FIFA eine Erklärung für die Strafe gegen den bisherigen Präsidenten des asiatischen Kontinentalverbandes AFC und Angehörigen der FIFA-Exekutive aus Katar. »Es ist absolut notwendig, daß die FIFA uns Gründe für die lebenslange Sperre nennt«, sagte Ogura in einer von mehreren Zeitungen in Japan verbreiteten Stellungnahme. Die FIFA-Ethikkommission hatte Bin Hammam am vergangenen Samstag wegen Korruption lebenslang von allen Tätigkeiten ausgeschlossen. Der 62jährige soll bei einem Treffen des karibischen Verbandes CFU im Mai Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur gegen Blatter mit Geldgeschenken an Delegierte in Höhe von jeweils rund 40000 US-Dollar gekauft haben. (sid/jW)

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