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Aus: Ausgabe vom 28.07.2011, Seite 15 / 73

Das Nektarloch

Der NABU: Brandenburg hat erklärt, warum im Hochsommer vor allem in Städten massenhaft Hummeln sterben. Durch »die zunehmende Sterilität in heimischen Gärten und Grünanlagen sowie die Ausräumung der freien Landschaft ist das Nektarangebot so stark dezimiert worden, daß es zum massenhaften Hungertod der Hummeln kommt«, heißt es in einer Pressemitteilung der Umweltschützer. Die Kadaver würden hauptächlich unter Silberlinden gefunden. Diese blühen zwei bis vier Wochen nach den Winter- und Sommerlinden. »Da es in dieser Überbrückungszeit zu einem sogenannten Nektarloch kommt, ist anzunehmen, daß die geschwächten Tiere bei der Entdeckung der dann blühenden Lindenarten bereits nicht mehr fähig waren, Nahrung aufzunehmen.« Blühende Wildpflanzen, die in der Regel als Unkraut abgetan werden, könnten die Versorgungslücken stopfen. Sie sollten »statt farbenprächtiger, nektararmer Hybriden« in Gärten und Parks gepflanzt werden. (jW)

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