Zum Inhalt der Seite

Bouffier kritisiert Kretschmann

Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die Aussagen seines designierten Amtskollegen Winfried Kretschmann (Grüne) über den Automobilstandort Deutschland kritisiert. Es sei wirtschaftspolitisch äußerst unklug, ein wesentliches Standbein der deutschen Wirtschaft in Frage zustellen, sagte Bouffier am Montag. Der künftige baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann hatte in Bild am Sonntag erklärt, die deutschen Autobauer sollten in Zukunft weniger und nicht mehr Fahrzeuge herstellen und exportieren. In Zukunft müsse man Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos. »Dazu gehören Laufen, Fahrradfahren, Autofahren, Eisenbahnfahren. Das müssen wir so klug vernetzen, daß man gut vorankommt und die Umwelt schont.« Bouffier erklärte, Hessen freue sich über jegliche neue Investition von Automobilherstellern und Zulieferern, »wenn diese in Baden-Württemberg unter der künftigen grün-roten Landesregierung nicht mehr willkommen sind«.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!