Zum Inhalt der Seite

Deutsche Kultur

In der Türkei ist nicht nur politisch einiges im Umbruch – auch in der Kunst- und Kulturszene brodelt es gewaltig. Einen regelrechten Wandel erlebt derzeit die junge türkische Literatur: Sie ist widerspenstig, sie läßt sich keiner gesellschaftlichen Strömung zuordnen. Es ist die Epoche der Fragestellenden, die sich selbstbewußt den Problemen des Individuums und der Gewalt des heutigen städtischen Lebens stellen.

DilDile – von Sprache zu Sprache – steht für Neugier und Dialog. Erstmalig begegnen sich in Berlin Autoren unterschiedlicher Herkunft und widmen sich einer gemeinsamen Idee. Den Auftakt bilden Sema Kayguzus und Fethiye Çetin. Beide verbindet die Erinnerung an ihre Großmütter – deren Lebensgeschichten geprägt sind von jenen Leiden und Qualen politisch verfolgter Minderheiten. Ehrengast ist Doan Akhanl.

DilDile soll ein Festival jenseits nationaler und kultureller Grenzen sein, so die Veranstalter. Es soll der jungen selbstbewußten Literatur der Türkei den nötigen Freiraum für kreative Entfaltung und besondere Momentaufnahmen bieten.

25. März – 2. April 2011, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.03.2011, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!