Zum Inhalt der Seite

Wieder Gespräche über Hartz IV

Berlin/Nürnberg. Mit »informellen Gesprächen« zwischen Vertretern der Bundesregierung und der Opposition ist am Montag eine weitere Verhandlungsrunde über die Neuregelung der Hartz-IV-Sätze auf den Weg gebracht worden. Beraten werde »nicht öffentlich in kleinem Kreis«, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums. Unionsfraktionschef Volker Kauder und CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich warnten ihrerseits die Länder davor, Verhandlungen ohne die Bundestagsfraktion zu führen. »Das könnte gründlich schiefgehen«, erklärten beide am Montag.

Friedrich warf dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) vor, »das Thema Hartz IV lauthals für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren«, warnte aber auch vor »Alleingängen« von Ministerpräsidenten der Union. Die FDP bekräftigte am Montag ihre Ablehnung höherer Regelsätze.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2011, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!