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Zeitungsverleger auf Tarifflucht

Berlin. Bestrebungen von Zeitungsverlegern, den Flächentarifvertrag zu verlassen, nehmen zu. Darauf wies die Gewerkschaft ver.di am Donnerstag vor dem Hintergrund der laufenden Tarifverhandlungen in der Branche hin. Beispielhaft sei die Entscheidung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, auch bei ihren letzten tarifgebundenen Regionalblättern, Saarbrücker Zeitung und Trierischer Volksfreund, die Bindung an die Flächentarife zu beenden, hieß es in einer Pressemitteilung. Die derzeitigen Verhandlungen zeigten, daß die Verleger die bisherigen Standards in Redaktionen abbauen wollen. Ähnliches kündige sich für die in wenigen Monaten beginnenden Verhandlungen in der Druckindustrie an. Ver.di bereite deshalb eine die gesamte Printbranche erfassende Tarifrunde für »alle Beschäftigten von der Redaktion bis zur Technik« vor, so die Gewerkschaft. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2011, Seite 5, Inland

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