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Immer mehr ­Privatinsolvenzen

Hamburg. Im ersten Quartal 2010 wurden in Deutschland 34710 Privatinsolvenzen registriert. Das sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 14 Prozent, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Für das Gesamtjahr wird mit 140000 Fällen gerechnet, was den höchsten Wert seit Einführung des restschuldbefreienden Privatinsolvenzverfahrens im Jahr 1999 bedeuten würde. Besonders deutlich nahm die Zahlungsunfähigkeit in der Altersgruppe der 18- bis 25jährigen zu: im Jahresvergleich um 72 Prozent. Regional verzeichnete Thüringen mit einem Plus von 46,5 Prozent den stärksten Zuwachs. Absolut am höchsten ist die Insolvenzquote in Bremen wo 83 von 100000 Bewohnern betroffen sind. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 42. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.05.2010, Seite 4, Inland

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