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Anschlagswelle im Irak: mindestens 75 Tote

Bagdad. Eine neue Anschlagswelle im Irak hat am Montag mindestens 75 Menschen das Leben gekostet. Es war der blutigste Tag in diesem Jahr. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich vor einer Textilfabrik in der Stadt Hillah südlich von Bagdad; allein von dort meldeten Polizei und Krankenhausmitarbeiter 40 Tote und 135 Verletzte. Vor der Fabrik explodierten zwei Autobomben. Als Anwohner und Rettungskräfte herbeieilten, um den Opfern zu helfen, sprengte sich inmitten der Menge ein Selbstmord­attentäter in die Luft, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Acht weitere Menschen kamen nach Angaben des Innenministeriums bei einem Doppelanschlag in Suwajrah, 40 Kilometer südlich von Bagdad, ums Leben. Das Ministerium gab die Zahl der Verletzten mit 28 an, die Polizei sprach von bis zu 71 Verletzten. In Bagdad kostete eine Serie von offenbar koordinierten Anschlägen mindestens zehn Menschen das Leben. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2010, Seite 1, Ausland

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