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Gewalt eskaliert vor Wahl auf Philippinen

Manila. Am Vortag der Wahlen sind auf den Philippinen fünf Menschen erschossen worden. Auf der zentralen Insel Panay töteten Polizisten nach Behördenangaben am Sonntag drei Männer, die mit zwei Kleinlastern auf einen für die Abstimmung errichteten Kontrollpunkt zugerast waren. Drei weitere Angreifer seien verletzt worden. In der Region hätten zudem mutmaßliche kommunistische Guerilla-Kämpfer fünf Wahlautomaten in Brand gesetzt. Auf der südphilippinischen Insel Mindanao gingen nach Angaben der Armee die Wachleute zweier rivalisierender Bürgermeisterkandidaten aufeinander los. Dabei seien zwei Bodyguards erschossen worden.

Rund 50 Millionen Wahlberechtigte stimmen am Montag über den neuen Präsidenten und seinen Stellvertreter, ein neues Parlament und die Kommunalvertretungen in dem südostasiatischen Inselstaat ab. Im Rennen um das Präsidentenamt gilt Benigno Aquino, der Sohn der verstorbenen früheren Staatschefin Corazon Aquino, als Favorit. Bereits im Vorfeld der Abstimmung waren rund 100 Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen ums Leben gekommen.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2010, Seite 1, Ausland

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