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27.02.2010

Märtyrer und »Blutzeuge«

Der Bielefelder Historiker Daniel Siemens hat eine komplexe wissenschaftliche Studie über Horst Wessel vorgelegt

Von Alexander Bahar
Am 14. Januar 1930 wird der 22jährige Berliner Pfarrerssohn und SA-Mann Horst Wessel bei einem Gewaltangriff schwer verwundet. Eine offenbar spontan zusammengewürfelte Gruppe politischer Gegner hatte Wessel in seiner Wohnung überrascht, um ihm eine »proletarische Abreibung« zu verpassen. Bei dem Überfall wird Wessel niedergeschossen. Der Schütze ist Albrecht (Ali) Höhler, ein mehrfach, u. a. wegen Hehlerei und Zuhälterei, vorbestraftes Mitglied des kommunistischen R...

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