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Zweifel an Karstadts Zukunft

Düsseldorf. Der Chef des größten deutschen Handelskonzerns Metro, Eckhard Cordes, sieht keine Zukunft für den angeschlagenen Konkurrenten Karstadt. Deutschland habe ein Überangebot an Warenhäusern, sagte der Manager der Bild-Zeitung. Metro sei aber nach wie vor bereit, »eine nennenswerte Anzahl« von Karstadt-Filialen zu übernehmen. Zusammen mit der Metro-Tochter Kaufhof ließe sich so eine Deutschen Warenhaus AG bilden, so Cordes.

Der Insolvenzverwalter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, versucht derzeit, einen Käufer für das Essener Unternehmen zu finden. »Wir haben in dieser Woche erste Gespräche mit Interessenten aufgenommen«, zitierte der Spiegel den Insolvenzverwalter. Insgesamt gebe es rund 30 Interessenten. Görg sprach von »vernünftigen Aussichten«, die noch bestehenden 120 Karstadt-Fillialen zu erhalten. Jede Teillösung wäre »angesichts der komplexen Sachlage sehr viel riskanter und komplizierter« und würde zudem Tausende Arbeitsplätze vernichten. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2009, Seite 4, Inland

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