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Haftunterbrechung gefordert

Berlin. Im Prozeß gegen zwei Berliner wegen versuchten Mordes haben am Mittwoch die Familien der beiden Angeklagten das Gericht um Haftentlassung ihrer Kinder über die Weihnachtsfeiertage gebeten. Sie seien bereit, eine »Kaution in angemessener Höhe« zu zahlen, sagte die Mutter des 17jährigen Angeklagten. Sie versicherte, daß die Familien dafür bürgen, daß beide pünktlich zu den Verhandlungen erscheinen. Die Schüler sitzen seit sieben Monaten in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, am Abend des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg einen Molotowcocktail auf Polizisten geworfen zu haben. Dabei soll ein Teil der brennenden Flüssigkeit eine junge Frau getroffen und deren Kleidung entzündet haben. Die Verteidigung zweifelt an der Glaubwürdigkeit der beiden Hauptbelastungszeugen, zwei Polizeibeamten. Sie hatte im September Strafanzeige gegen zwei junge Männer gestellt, bei denen es sich um die tatsächlichen Molotowcocktailwerfer handeln soll. Gegen die beiden wird ebenfalls wegen versuchten Mordes ermittelt. Der Prozeß wird am 16.Dezember fortgesetzt. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2009, Seite 5, Inland

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