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Argentinien: Anklage fallengelassen

Buenos Aires. Der frühere argentinische Innenminister Albano Harguindeguy muß sich nicht länger wegen der Verschleppung zweier Unternehmer während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 vor Gericht verantworten. Ein Gericht in Buenos Aires erklärte ihn am Mittwoch für unzurechnungsfähig. Dabei stützte es sich auf ein gerichtsmedizinisches Gutachten, das dem 83jährigen General im Ruhestand einen schlechten Gesundheitszustand bescheinigt. Harguindeguy war im Februar 2008 unter dem Vorwurf festgenommen worden, die Entführung des Textilunternehmers Federico Gutheim und seines Sohnes Miguel angeordnet zu haben. Wegen seines hohen Alters mußte er nicht ins Gefängnis, sondern stand unter Hausarrest. Gutheim und sein Sohn waren von November 1976 bis April 1977 gefangen gehalten worden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.12.2009, Seite 7, Ausland

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