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Aus: Ausgabe vom 30.10.2009, Seite 16 / Aktion

Kampagne: »Die Leute ansprechen«

Die Münchner jW-Leserinitiative hat eine Veranstaltung im dortigen DGB-Haus geplant. Ein Gespräch mit Rainer Schulze
Die jW-Leserinitiative München möchte ihre Aktivitäten im gewerkschaftlichen Umfeld verstärken. Das jW-Aktionsbüro führte dazu ein Gespräch mit Rainer Schulze

Du arbeitest in einer der ältesteten jW-Leserinis mit. Wie kam es dazu?

2004 nahm ich an der ersten jW-Leserreise nach Venezuela teil. Danach störten mich die Zerrbilder, die bürgerliche Medien von der Entwicklung in Lateinamerika zeichneten, um so mehr. Ich wollte etwas dagegen tun und stieß bei meiner Suche nach Verbündeten auf die Münchner Leserini.

Am 29. Oktober wollt ihr die junge Welt im Münchner DGB-Haus bekannt machen. Wer kommt dorthin und wem vor allem empfehlt ihr die Zeitung?

Das Münchner Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung isw bietet dort für politisch Interessierte, Gewerkschafterinnen, Gewerkschafter und gewerkschaftsnahe Aktivisten eine Diskussion zur aktuellen Rolle der Gewerkschaften an. Von den erwarteten knapp 100 Besuchern werden wir jeden ansprechen. Schwerpunkt ist natürlich das Gewerkschaftsumfeld. Das haben wir bei unseren bisherigen Verteilaktionen noch zu selten erreicht.

Woran lag das? Wie wollt ihr das ändern?

In der Leserinitiative haben wir uns anfangs auf die Arbeitsschwerpunkte Frieden, internationale Solidarität und Antifa konzentriert. Bei gewerkschaftlichen Großveranstaltungen – am 1.Mai sowie bei den Demos in Stuttgart und Frankfurt/Main waren wir natürlich auch aktiv. Dabei wurde uns klarer, daß man die sozialen Kämpfe nicht von den anderen Schwerpunkten trennen kann, und wir beschlossen, auf diesem Feld mehr zu tun.

Die Aktion im DGB-Haus ist ein erster Schritt. Es folgt am 25. November eine von uns veranstaltete Diskus­sionsrunde mit jW-Autor Daniel Beruhzi zum Themenkomplex »Autoindustrie, Gewerkschaften und die aktuelle Krise«. So stellen wir die Zeitung mit einer ihrer inhaltlichen Stärken vor und bieten – sozusagen zur Vertiefung – Probeabos an.

Welche Argumente führen nach eurer Erfahrung am ehesten zu Probeabos? Nutzt ihr dabei lieber die Postkarten oder die Listen?

Zunächst verweisen wir meistens auf ein journalistisches Schmeckerchen, was sich in der jungen Welt ja meistens finden läßt, z.B. eine der Themenseiten. Im weiteren versteht eigentlich jeder, daß man eine Tageszeitung nur richtig kennenlernt, wenn man sie mal drei Wochen hintereinander liest. Haben wir einen Infostand, arbeiten wir fast ausschließlich mit Listen und sorgen dafür, daß die Interessenten sich schnell und unkompliziert eintragen können. Ein fester Stehtisch und ausreichend Schreibzeug gehören dazu. Bei Verteilung während einer Demo hilft nur die Postkarte. Wenn möglich, sammeln wir ausgefüllte Postkarten wieder ein. Immer gilt: Die Leute ansprechen und sie bitten, die Probeabobestellung an Ort und Stelle zu erledigen.

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