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Armer Kevin

Frankfurt/Main. Kevin, Marvin, Chantal, Mandy – wenn Kinder so heißen, haben sie es in der Schule schwerer als andere, fand eine Studie an der Universität Oldenburg heraus – aufgrund der Vorurteile ihrer Lehrer. Viele Lehrkräfte würden von Kindern mit diesen Namen schlechte Leistungen und Verhaltensauffälligkeiten erwarten, da sie vermeintlich aus sogenannten bildungsfernen, das heißt armen Schichten stammten. Die Studie zitierte den Kommentar eines Lehrers: »Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!« (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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