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Waffenlobbyist sagt in Kanada aus

Ottawa. In Kanada hat die Anhörung des deutschen Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber vor einem Untersuchungsausschuß stattgefunden, wegen der seine Auslieferung nach Deutschland aufgeschoben worden war. Schreiber wiederholte bei der Befragung am Dienstag (Ortszeit) seine Aussage, daß er dem kanadischen Expremierminister Brian Mulroney 1993 und 1994 für die Anbahnung eines Waffengeschäfts 300000 Kanadische Dollar in bar gegeben habe. Der damals schon aus dem Amt des Regierungschefs ausgeschiedene Mulroney hatte hingegen von 225000 Dollar gesprochen. Bei dem Geschäft ging es um die Errichtung einer Panzerfabrik des deutschen Thyssen-Konzerns in Kanada, mit der dieser die deutschen Rüstungsexportkontrollen umgehen wollte. In Deutschland droht Schreiber ein Verfahren wegen Steuerflucht, Betrugs und Korruption. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.04.2009, Seite 5, Inland

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