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USA verweigern Geld für Familienplanung

Hannover. Die US-amerikanische Entwicklungsagentur USAID hat einer der weltweit größten Familienplanungsorganisationen ihre Unterstützung entzogen. Dies berichtet die in Hannover ansässige Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. Wie USAID Ende September bekanntgab, wird sie mehreren afrikanischen Regierungen untersagen, aus amerikanischen Hilfsgeldern finanzierte Verhütungsmittel an die Nichtregierungsorganisation Marie Stopes International (MSI) weiterzugeben. MSI setzt sich in Entwicklungsländern für die sexuelle und reproduktive Gesundheit insbesondere von Frauen ein. Sie berät Schwangere und verteilt Kondome und Kontrazeptiva. Die Entscheidung von USAID wird MSI zufolge vor allen Dingen in Ghana, Malawi, Sierra Leone, Uganda und Tansania die Versorgung mit Verhütungsmitteln dramatisch verschlechtern. DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr erklärte, die USA setzten mit ihrer Entscheidung »das Leben von Tausenden von Frauen aufs Spiel«.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2008, Seite 15, Feminismus

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