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Eklatanter Mangel an Schulpsychologen

Köln. Zunehmend mehr Schüler in Deutschland leiden unter Notenangst und Leistungsstreß, jedoch herrscht ein erheblicher Mangel an Schulpsychologen. Das berichtete das ARD-Magazin Monitor am Donnerstag in einer Vorabmeldung unter Berufung auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP). Danach ist in Deutschland ein Schulpsychologe im Durchschnitt für mehr als 16 500 Schüler zuständig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt eine Obergrenze von 2 500 Schülern, für die ein Schulpsychologe bereitstehen sollte. »Wir wissen, daß etwa 20 Prozent der Schüler in Deutschland eine Betreuung bräuchten«, sagte Klaus Seifried vom BDP dem Magazin. Die Schulpsychologen könnten sich jedoch in Großstädten lediglich um zwei bis drei Prozent und in Flächenstaaten sogar nur um 0,5 bis ein Prozent der Schüler kümmern. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2008, Seite 4, Inland

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