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GDL will Bahn verklagen

Frankfurt/Main. Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) steuern auf einen neuen heftigen Streit zu. GDL-Vize Sven Grünwoldt warf der Bahn am Samstag in der Frankfurter Rundschau vor, den Tarifvertrag für Lokführer durch Zeitarbeit zu unterlaufen. »Wir werden die Bahn verklagen«, drohte Grünwoldt gegenüber der FR. Der Konzern wolle bis zu tausend neue Lokführer entgegen früherer Zusagen zu Niedriglöhnen und als Zeitarbeiter einstellen. Wie das Blatt weiter berichtet, verdient ein Lokführer als Zeitarbeiter derzeit nur 7,50 Euro Grundlohn und inklusive aller Zulagen rund zwölf Euro pro Stunde. Das sind fünf Euro und damit fast ein Drittel weniger als der Einstiegslohn im Lokführer-Tarifvertrag, den die GDL mit bundesweiten Streiks zu Jahresbeginn erkämpft hatte. Mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA hatte die Bahn allerdings einen Tarifvertrag für Zeitarbeiter abgeschlossen, der deutlich geringere Löhne vorsieht.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2008, Seite 5, Inland

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