-
25.08.2008
- → Inland
Hakenkreuze am Holocaust-Mahnmal
Berlin. Unbekannte haben das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin mit Hakenkreuzen geschändet. Ein Wachmann habe an sieben Stelen insgesamt elf Hakenkreuze in roter und schwarzer Farbe entdeckt, teilte die Polizei am Wochenende mit. Die kleinste Schmiererei sei etwa 20 mal 20 Zentimeter groß, die größte etwa 55 mal 60 Zentimeter. Wegen eines möglichen politischen Hintergrunds der Tat ermittelt der Staatsschutz. Erst vor einer Woche hatten Unbekannte das nahe gelegene Mahnmal zum Gedenken an die von den Nazis verfolgten Homosexuellen beschädigt. Dabei wurde ein Sichtfenster zerschlagen, durch das eine Filmschleife mit Kuß-Szenen zweier Männer zu sehen ist. Nach jahrelangem Streit war der Erinnerungsort erst Ende Mai eröffnet worden.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland