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Lohnspreizung hat zugenommen

Düsseldorf. Die Lohnschere in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker geöffnet. Die oberen Einkommen stiegen stärker als die mittleren Einkommen, die unteren Einkommen sanken sogar, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag unter Berufung auf Studien von Forschern aus Hamburg und Berlin mitteilte. Zwischen 1998 und 2005 sei nicht nur eine wachsende Kluft zwischen Einkommen aus abhängiger Beschäftigung und Unternehmensgewinnen festzustellen, sondern auch eine steigende Ungleichheit innerhalb der Gruppe der Arbeitnehmer. Am größten sind den Angaben zufolge die Lohnunterschiede zwischen Männern in Westdeutschland, unter ostdeutschen Frauen sind sie am geringsten. In den westdeutschen Bundesländern sind zudem die Lohnabstände zwischen Frauen und Männern größer als in den ostdeutschen. Der Lohnabstand zwischen Arbeitern ohne Ausbildung und höheren Angestellten sei im untersuchten Zeitraum um 20 Prozentpunkte auf etwa 60 Prozent gewachsen, erklärten die Forscher.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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