Zum Inhalt der Seite

Nokia wegen Betrugs angezeigt

Düsseldorf. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat wegen möglicher Verstöße gegen Subventionsauflagen des Bochumer Nokia-Werks ein Ermittlungsverfahren gegen den Handyhersteller eingeleitet. »Es liegen uns fünf Betrugsanzeigen von Privatpersonen gegen Nokia vor, daher mußten wir ein entsprechendes Verfahren in die Wege leiten«, sagte der Bochumer Staatsanwalt Bernd Bienioßek am Freitag. Am Donnerstag hatte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums Medienberichte bestätigt, wonach der Nokia-Konzern die Zahl der zugesagten Arbeitsplätze im Bochumer Werk jahrelang unterschritten hatte. Der Handyhersteller habe das Soll von 2860 Arbeitsplätzen im Jahr 2002 um 318, im Jahr 2003 um 368 und im Jahr 2004 um 347 Beschäftigte verfehlt, sagte Joachim Neuser unter Berufung auf vom Konzern selbst gelieferte Zahlen. (AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2008, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!