1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Gegründet 1947 Mittwoch, 23. Juni 2021, Nr. 142
Die junge Welt wird von 2552 GenossInnen herausgegeben
1.000 Abos für die Pressefreiheit! 1.000 Abos für die Pressefreiheit!
1.000 Abos für die Pressefreiheit!

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2000 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Leserbrief zum Artikel Konflikt im Donbass: Krieg und Nervenkrieg vom 07.04.2021:

Raus aus der Sackgasse

Die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft Thüringen e. V. OG Weimar ist besorgt über die zunehmenden Spannungen und militärischen Provokationen in der Ostukraine. In den letzten Tagen spitzt sich die Lage in der Ostukraine wieder zu. Beide Seiten werfen sich gegenseitig »destabilisierende Handlungen« vor. Während die Ukraine wegen der Verlegung russischer Truppen an ihre Grenze und einer möglichen »eskalierenden russischen Aggression« besorgt sei, sprechen die Verantwortlichen in Donezk und Lugansk von einem bevorstehenden militärischen Angriff der Ukrainischer Armee. Dieser Konflikt darf sich nicht zu einem Krieg ausweiten, welcher auch zu einem begrenzten atomaren Inferno führen könnte. Wir sind der Meinung, dass es keine Alternative zu den 2015 in Minsk vereinbarten Schritten für eine Lösung der Krise gibt. Im Mittelpunkt eines Telefonats 2020 zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin stand die friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Kanzlerin Merkel ist als Mitunterzeichnerin der Minsker Vereinbarung besonders gefordert. Aus diesem Grunde ist strikte Zurückhaltung der unterschiedlichen Seiten angesagt. Das russische Außenministerium betonte erst kürzlich, dass Russland in dieser Auseinandersetzung keine Konfliktpartei und an einem Konflikt mit der Ukraine, vor allem an einem militärischen Konflikt, nicht interessiert sei. Im Donezk und Lugansk sollte schleunigst eine von allen Seiten akzeptierte Kommunalwahl stattfinden. Diese hätte zum Ziel, eine friedliche und gerechte Eingliederung von Donezk und Lugansk an die Ukraine ermöglichen. Doch der Friedensprozess steckt in der Sackgasse, eine militärische Lösung wäre jedoch selbstmörderisch. Wir fordern, dass zwischen der ukrainischen Regierung und den Vertretern der Ostukraine endlich Verhandlungen für eine friedliche Lösung geführt, jede Seite Besonnenheit zeigt und keine Schritte unternommen werden, die einen Konflikt provozieren könnten.
i. A. Heidrun Sedlacik, Vorstand OG Weimar, DRFG Thüringen e. V.
Veröffentlicht in der jungen Welt am 09.04.2021.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Wichtiger Dominostein

    Neue Unruhe rund um die Ukraine – aber ein wichtiger Dominostein fehlt bislang. Im Januar kam ja in den USA ein Präsident an die Macht, der dem militärisch-industriellen Komplex näher steht als der ge...
    Richard Netlef
  • Zeit arbeitet für Trennung

    Der eingefrorene Krieg um die Ostukraine war durch die Coronakrise weitgehend aus dem Bewusstsein der Weltöffentlichkeit verschwunden. Spätestens seit dem Jahreswechsel ist der Waffenstillstand Makula...
    Istvan Hidy, Stuttgart