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Leserbrief zum Artikel Radsportlegende: »Bewegt euch!« vom 20.02.2021:

Jubel und Luftsprünge

Zu Deinem heutigen Geburtstag gratuliert Dir ein Teilnehmer einer Kleinen Friedensfahrt im damaligen Kreis Strausberg von 1957, der mit dem 3. Platz nach einem sogenannten Hungerast den Sieg verspielte, aber eine Fahrt zum Etappenort Leipzig gewonnen hat. Diese Fahrt bekam der Vierte unserer Tour bei Buckow, weil ich meinen Vorbereitungslehrgang für ein Studium an der Ingenieurschule für Bauwesen in Berlin antreten musste und wollte. Die Friedensfahrt war alljährlich das sportliche Hauptereignis, das in Rundfunk und Presse oder Fernsehen verfolgt wurde, Luftsprünge haben wir ausgeführt und Jubelschreie ausgestoßen, wenn einer unserer DDR-Fahrer – und besonders Du – den anderen das Hinterrad am Zielstrich gezeigt hat. Jetzt habe ich auch noch mein Geburtstagsgeschenk, Dein Buch »Was mir wichtig ist«, gelesen und fast nach jedem Abschnitt einen Kloß im Hals gehabt, weil ich alles von und über die DDR genau so sehe und beurteile wie Du! Die Interviews in der jungen Welt und das heutige im Neuen Deutschland haben mir noch den »Rest gegeben«, ja und nochmals ja, wir hatten in und mit der DDR das bessere und menschlichere Gesellschaftssystem! Die Fehler, die gemacht wurden, nanntest Du in Deinem Buch, ich kenne welche aus meinem Beruf im Bauwesen der DDR, die müssen uns die arroganten altbundesdeutschen Besserwisser nicht fast täglich über die Medien und oft auch persönlich vorhalten. Deren Gesellschaft blickt auf eine mehrtausendjährige Geschichte als Ausbeutergesellschaft mit unzähligen Verbrechen zurück, und die DDR-Führung und Bevölkerung sollte in den wenigen Jahren (leider) ihres Bestehens alles richtig machen! Wer bestimmt denn, was richtig ist? Doch wohl die Mehrheit eines Volkes und nicht die durch Ausbeutung und Verbrechen reich Gewordenen! Gut, manche haben Reichtum auch geerbt, aber nicht erarbeitet. Das musste mal raus, und jetzt kommen die besten Wünsche, zunächst für die kommenden zehn Jahre, wie man die absolviert, kannst Du ja von Herbert Köfer erfragen, bleib gesund, die Sonne kommt wieder höher, und Corona wird sich hoffentlich auch bald verabschieden. Heute eine schöne und auf die Zukunft orientierte Familienfeier wünscht der 84jährige Jungspund aus Berlin-Mahlsdorf.
Eberhard Roloff
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