Gegründet 1947 Montag, 8. März 2021, Nr. 56
Die junge Welt wird von 2466 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Protest gegen rechten Aufmarsch: Nazigegner mobilisieren nach Dresden vom 13.02.2021:

Verbrannte Erde

Die Bombardierung Dresdens mit der dadurch bedingten humanitären Katastrophe für die Zivilbevölkerung war neben anderen Zerstörungen von Städten sicherlich grausam. Man sollte aber an dieser Stelle auch auf die Hintergründe hinweisen. (…) Man darf nicht vergessen, dass deutsche Militärverbände verschiedenster Art Gesamteuropa – von den zerbombten Städten Großbritanniens bis hin zum Kessel von Stalingrad – in Blut getränkt hatten. Dabei haben Wehrmacht und Waffen-SS häufig eine Politik der »verbrannten Erde« praktiziert und nie, aber auch wirklich niemals Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, Frauen und Kinder genommen. Diese Kriegspolitik gegenüber Gesamteuropa sollte auch immer im Rahmen der »Verantwortung gegenüber der eigenen Geschichte« erwähnt werden, und man sollte nicht vergessen, dass die Toten und Geschundenen in diesem Krieg ebensoviel wiegen wie die Betroffenen des Holocaust. Denn der Krieg, vor allem der Expansionskrieg nach Osten zur »Schaffung neuen Lebensraums«, war ebenso mit rassistischer Erniedrigung durchsetzt wie das Denken gegenüber der jüdischen Bevölkerung.
Georg Dovermann
Veröffentlicht in der jungen Welt am 23.02.2021.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Saat des Faschismus

    Ich möchte mich auf diesem Wege zu obigen Artikel äußern. Zunächst gebührt mein Dank der Autorin, dass sie sich des Themas angenommen hat, über das aktuelle Geschehen in Dresden rund um dieses Wochene...
    Frank Weidauer, Hohenmölsen

Wir brauchen Dich, Genossin, Genosse! Werde Mitglied in unserer Genossenschaft: www.jungewelt.de/genossenschaft