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Leserbrief zum Artikel Die Linke: »Wir haben von Wahl zu Wahl verloren, ohne Ursachen auszuloten« vom 07.09.2019:

Optimismus bewahren

Obwohl vom Ausgang der Wahlen für uns Linke sehr betroffen, möchte ich mich für einen besonnenen und nach vorne orientierten Diskurs in der Partei aussprechen und nicht denen das Wort reden, die sich nun ausschließlich in Kritik üben, ohne zu sagen, wie es weitergehen soll. Ein öffentliches Zerlegen der Partei käme nur denen zugute, die schon lange an der Beseitigung der Partei Die Linke mit allen Mitteln arbeiten. Mit Geduld und Sachverstand sollten wir zeitnah an einer gründlichen Analyse der Wahlergebnisse arbeiten und daraus weitere notwendige programmatische und praktische Schlussfolgerungen ziehen. Wenn jetzt auch eine gewisse Ungeduld verständlich ist, so sind Schnellschüsse und Forderungen, die sich nur auf Personen beziehen, nicht sehr zielführend. Jetzt müssen gut aus- und abgewogenen Vorschläge vor allem aus und von der Basis in die Debatte eingebracht werden. Motto: Heraus aus den Vorständen und Fraktionen und rein in die Ortsverbände, IGs und AGs der Partei. Grundlage für kommende notwendige Entscheidungen muss dabei das Parteiprogramm, ohne Wenn und Aber, bilden. Friedenspolitische Aspekte (keine Auslandseinsätze der Bundeswehr, Austritt aus der NATO), soziale Standards (Erhöhung des Mindestlohns, bezahlbare Mieten) …) und solidarische Forderungen (Unterstützung von Kuba, Venezuela, Ende der Sanktionen gegen Russland …) sind politisch weiter auszugestalten sowie öffentlichkeitswirksam zu erläutern. Außerparlamentarische Aktionen sind zu intensivieren. Rücken wir in diesen auch bitteren Stunden zusammen, bewahren unseren revolutionären Optimismus und konzentrieren und als nächstes auf die Landtagswahl in Thüringen.
Matthias Schwander, Chemnitz
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