Leserbrief zum Artikel Unsere Militanten
vom 04.06.2007:
Bärendienst erwiesen
Gut 1.000 Verletzte beim Protestauftakt in Rostock führen bei „Commander Stardust" zu der Erkenntnis: „Seit dem 2. Juni 2007 gibt es wieder eine autonome Bewegung in der BRD." Auf die Idee, dass der sogenannte „Schwarze Block" nicht nur den Demonstranten, sondern auch der gesamten Organisation des G8-Protestes rund um Heiligendamm einen Bärendienst erwiesen hat, kommt der Schreiberling gar nicht. Wichtig ist für ihn nur die Tatsache, dass man in diesem Land auch mal wieder Bullen jagen kann.
Ich kann mich noch gut an die Demos 1989 in der DDR erinnern. Was den damaligen staatlichen Organen immens zu schaffen machte, war die permanente Gewaltlosigkeit der Montagsdemos. Diese Hilflosigkeit des Machtapparates gegenüber einer friedlichen Menge, die sich auch nicht durch „Stasi-Greifer" provozieren ließ, hat mich damals zutiefst beeindruckt.
Warum sollte dieses Konzept in Rostock und Heiligendamm nicht funktionieren? Man stelle sich nur mal vor, Bild müsste berichten, daß 100.000 Bürger dieses Landes friedlich gegen die weltweite Tyrannei der G8-Staaten protestieren. Und nichts, aber auch gar nichts, würde die irrsinnig hohen Sicherheitskosten rechtfertigen – Politiker, Spiegel und Springer-Truppe bekämen richtig Erklärungsnot. Stattdessen riesige Aufmacher von gewaltbereiten Chaoten unter dem Slogan: „Dr. Scheusal hat alles richtig gemacht!"
Der „Commander" sieht den militanten Block als „legitimen Bestandteil der Bewegung" und verkennt damit völlig die Stimmung im Lande. Wie viele Sympathisanten die „Bewegung" allein durch die grund-dämlichen Aktionen des „Schwarzen Blocks" verloren hat, mag ich mir gar nicht ausrechnen. Ob die Polizei „genau diese Bilder produzieren wollte" ist völlig unerheblich! Wichtig wäre gewesen, dass man sich nicht provozieren lässt.
Bilder von prügelnden Polizisten, die eine friedliche Menschenmenge angreifen, verkaufen sich auf Dauer nicht – nicht mal in unserer neoliberalen Einheitspresse.
Ich kann mich noch gut an die Demos 1989 in der DDR erinnern. Was den damaligen staatlichen Organen immens zu schaffen machte, war die permanente Gewaltlosigkeit der Montagsdemos. Diese Hilflosigkeit des Machtapparates gegenüber einer friedlichen Menge, die sich auch nicht durch „Stasi-Greifer" provozieren ließ, hat mich damals zutiefst beeindruckt.
Warum sollte dieses Konzept in Rostock und Heiligendamm nicht funktionieren? Man stelle sich nur mal vor, Bild müsste berichten, daß 100.000 Bürger dieses Landes friedlich gegen die weltweite Tyrannei der G8-Staaten protestieren. Und nichts, aber auch gar nichts, würde die irrsinnig hohen Sicherheitskosten rechtfertigen – Politiker, Spiegel und Springer-Truppe bekämen richtig Erklärungsnot. Stattdessen riesige Aufmacher von gewaltbereiten Chaoten unter dem Slogan: „Dr. Scheusal hat alles richtig gemacht!"
Der „Commander" sieht den militanten Block als „legitimen Bestandteil der Bewegung" und verkennt damit völlig die Stimmung im Lande. Wie viele Sympathisanten die „Bewegung" allein durch die grund-dämlichen Aktionen des „Schwarzen Blocks" verloren hat, mag ich mir gar nicht ausrechnen. Ob die Polizei „genau diese Bilder produzieren wollte" ist völlig unerheblich! Wichtig wäre gewesen, dass man sich nicht provozieren lässt.
Bilder von prügelnden Polizisten, die eine friedliche Menschenmenge angreifen, verkaufen sich auf Dauer nicht – nicht mal in unserer neoliberalen Einheitspresse.
