Leserbrief zum Artikel Unsere Militanten
vom 04.06.2007:
Suche nach Bestätigung
Liebe Redaktion, liebe friedliche Demonstranten, liebe Kinder - sehr schade, dass jW so einen Schwachsinn veröffentlicht.
Es sind Menschen ohne Bezug zur Realität der Gesellschaft (insbesondere den Gesellschaften in Entwicklungsländern), Menschen ohne das Gefühl, in dieser Welt von ihren Mitmenschen je bestätigt worden zu sein, Menschen ohne das produktive Verlangen, anderen Menschen aus ihren schwierigen Lebenssituationen zu helfen, die hier Krieg spielen wollen.
Ich habe mir während der Demonstration diese Menschen angeschaut, in ihre ausdruckslosen, hasserfüllten, ängstlichen Gesichter geschaut und mich erinnert an den Gipfel in Edinburgh, wo ich einige Gespräche mit Mitgliedern des "Schwarzen Blocks" (schwarz, weil man sich vorher noch schnell die schwarze 600€ Markenjacke von Papis Geld gekauft hat) geführt hatte. Ich wollte wissen, was dahinter steht und ich bin mir nun sicher, dass ich über den Großteil dieser Personen sagen kann: Sie sind enttäuscht worden. Sie bekamen keine Anerkennung. Sie sind nicht politisch.
So traurig es ist, dass manche Menschen von ihren Mitmenschen nicht geliebt werden werden, so rechtfertigt dies keine Gewalt gegen Menschen, auch nicht gegen diejenigen, die man so hasst. Liebe Militanten, die Polizisten, die ihr versucht zu verletzen, tragen keine Verantwortung, dass ihr immer die Verlierer gewesen seid.
Mein Ratschlag: Geht in den nächsten Fußballverein, macht Musik, strengt euch in der Schule, der Uni, im Beruf an - oder macht sonst etwas, wo man sich ehrliche Bestätigung abholen kann. Und werdet Teil einer Bewegung, die zurecht die gegenwärtigen weltweiten politischen, ökonomischen und sozialen Zustände kritisiert. Eine Bewegung, die mit Argumenten kämpft und nicht mit Gewalt. Aber setzt euch mit den Argumenten auseinander, auch wenn es komplizierter ist als Steine zu schmeißen.
"Wir sind stark, wir sind stark" Wer laut schreien muss, dass er stark ist, der ist nicht stark. Er ist schwach.
Es sind Menschen ohne Bezug zur Realität der Gesellschaft (insbesondere den Gesellschaften in Entwicklungsländern), Menschen ohne das Gefühl, in dieser Welt von ihren Mitmenschen je bestätigt worden zu sein, Menschen ohne das produktive Verlangen, anderen Menschen aus ihren schwierigen Lebenssituationen zu helfen, die hier Krieg spielen wollen.
Ich habe mir während der Demonstration diese Menschen angeschaut, in ihre ausdruckslosen, hasserfüllten, ängstlichen Gesichter geschaut und mich erinnert an den Gipfel in Edinburgh, wo ich einige Gespräche mit Mitgliedern des "Schwarzen Blocks" (schwarz, weil man sich vorher noch schnell die schwarze 600€ Markenjacke von Papis Geld gekauft hat) geführt hatte. Ich wollte wissen, was dahinter steht und ich bin mir nun sicher, dass ich über den Großteil dieser Personen sagen kann: Sie sind enttäuscht worden. Sie bekamen keine Anerkennung. Sie sind nicht politisch.
So traurig es ist, dass manche Menschen von ihren Mitmenschen nicht geliebt werden werden, so rechtfertigt dies keine Gewalt gegen Menschen, auch nicht gegen diejenigen, die man so hasst. Liebe Militanten, die Polizisten, die ihr versucht zu verletzen, tragen keine Verantwortung, dass ihr immer die Verlierer gewesen seid.
Mein Ratschlag: Geht in den nächsten Fußballverein, macht Musik, strengt euch in der Schule, der Uni, im Beruf an - oder macht sonst etwas, wo man sich ehrliche Bestätigung abholen kann. Und werdet Teil einer Bewegung, die zurecht die gegenwärtigen weltweiten politischen, ökonomischen und sozialen Zustände kritisiert. Eine Bewegung, die mit Argumenten kämpft und nicht mit Gewalt. Aber setzt euch mit den Argumenten auseinander, auch wenn es komplizierter ist als Steine zu schmeißen.
"Wir sind stark, wir sind stark" Wer laut schreien muss, dass er stark ist, der ist nicht stark. Er ist schwach.
