Leserbrief zum Artikel Unsere Militanten
vom 04.06.2007:
Gefährliche Straßenkriegsromantik
Ich gestehe, dass mich dieser Artikel erschüttert. Die Verbindung mit Militanten hat das gefährliche Potential, die Antiglobalisierungsbewegung völlig zu desavouieren und ihr in den letzten Jahren gewonnenes Renommee auf einen Schlag zu ruinieren.
Die hier aufscheinende Straßenkriegsromantik kann nur die Rechten stärken - so wie Sarkozy in Frankreich erst durch den Aufruhr in den Banlieus und sein Durchgreifen dagegen richtig populär wurde. Zu gewinnen ist ein solcher Kampf nicht.
Mit linken Idealen einer gleichen und gerechten sowie friedlichen Welt hat so etwas nichts, aber auch gar nichts zu tun. Straßenkämpfe à la Rostock oder Genua passen besser in ein Machtverständnis von Hooligans und halbstarken Rowdies.
Die Antiglobalisierungsbewegung steht vor der Wahl: Bleibt sie eine linke, pazifistische und emanzipatorische Bewegung oder begibt sie sich in Partnerschaft zu einer militanten, im Kern hoffnungslosen und frustrierten, zutiefst unpolitischen Bewegung, die wenig von Prügelskins unterscheidet.
Der zweite Weg führt in die gesellschaftliche Ächtung und in die Bedeutungslosigkeit.
Die hier aufscheinende Straßenkriegsromantik kann nur die Rechten stärken - so wie Sarkozy in Frankreich erst durch den Aufruhr in den Banlieus und sein Durchgreifen dagegen richtig populär wurde. Zu gewinnen ist ein solcher Kampf nicht.
Mit linken Idealen einer gleichen und gerechten sowie friedlichen Welt hat so etwas nichts, aber auch gar nichts zu tun. Straßenkämpfe à la Rostock oder Genua passen besser in ein Machtverständnis von Hooligans und halbstarken Rowdies.
Die Antiglobalisierungsbewegung steht vor der Wahl: Bleibt sie eine linke, pazifistische und emanzipatorische Bewegung oder begibt sie sich in Partnerschaft zu einer militanten, im Kern hoffnungslosen und frustrierten, zutiefst unpolitischen Bewegung, die wenig von Prügelskins unterscheidet.
Der zweite Weg führt in die gesellschaftliche Ächtung und in die Bedeutungslosigkeit.
