Online spezial: Venezuela wählt

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    13.10.2012, 19:00 Uhr

    ¡Adelante, Venezuela!

    Mit diesen Bildern verabschieden wir uns von diesem jW Online Spezial  über die Präsidentschaftswahl 2012 in Venezuela. Hugo Chávez bleibt Staatschef und Comandante der Bolivarischen Revolution bis 2019. Die junge Welt wird den Prozeß in diesem südamerikanischen Land weiter aktuell begleiten – wenn Ihr dafür sorgt, daß wir dies können: Dein Abo fehlt!
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    12.10.2012, 19:00 Uhr

    Kurs auf Regionalwahlen

    André Scheer, Caracas
    Will Capriles auch Miranda abnehmen: Elías Jaua
    Will Capriles auch Miranda abnehmen: Elías Jaua
    Die Atempause zwischen zwei Wahlkämpfen ist für die Venezolaner nur kurz. Bereits am 1. November beginnt offiziell die Kampagne für die Regionalwahlen am 16. Dezember. An diesem Tag entscheiden die Venezolanerinnen und Venezolaner in den 24 Bundesstaaten über die Gouverneure und die Zusammensetzung der Regionalparlamente.
    Die Einschreibefrist für die Kandidatinnen und Kandidaten endet am heutigen Freitag. Deshalb begleitete die Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) mit großen Kundgebungen ihre Vertreter bei der Einschreibung in den jeweiligen regionalen Wahlbehörden. Auch die verbündeten Organisationen wie PPT, Tupamaros oder die Kommunistische Partei PCV nahmen an diesen Versammlungen teil. Die PCV hat allerdings in allen Bundesstaaten eigene Kandidaten angemeldet. Damit kritisieren die Kommunisten das Vorgehen der PSUV, die ihre Vertreter kaum mit den anderen Kräften koordiniert hat. In den meisten Bundesstaaten wird die PCV ihre Kandidaten allerdings noch rechtzeitig zurückziehen. Konflikte gibt es aber in einigen Regionen, wo der PSUV angehörende Gouverneure wiedergewählt werden sollen, deren Amtsführung vom linken Flügel der bolivarischen Bewegung jedoch kritisiert wird.
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    11.10.2012, 03:00 Uhr

    Chávez offiziell zum Wahlsieger erklärt

    Hugo Chávez mit CNE-Chefin Tibisay Lucena (rechts)
    Hugo Chávez mit CNE-Chefin Tibisay Lucena (rechts)
    Der Nationale Wahlrat (CNE) hat am Mittwoch abend den Kandidaten Hugo Chávez offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Sonntag und damit zum Staatschef Venezuelas für die Amtszeit 2013 bis 2019 erklärt. Die Präsidentin der Wahlbehörde, Tibisay Lucena, verkündete, Chávez und die ihn unterstützenden Parteien hätten insgesamt 8.136.637 Stimmen erhalten, was 55,26 Prozent der abgegebenen Stimmen enspreche.
    Bei der Zeremonie im Internationalen Pressezentrum des CNE überreichte Lucena dem wiedergewählten Präsidenten die Beglaubigungsurkunde, die ihn erneut als Staatschef akkreditiert.
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    09.10.2012, 07:00 Uhr

    Chávez Sieger in 22 der 24 Bundesstaaten

    Venezuela fast ganz rot
    Venezuela fast ganz rot
    Am Montag (Ortszeit) verbreitete der Nationale Wahlrat Venezuelas (CNE) ein aktualisiertes Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom Sonntag, das sich auf einen Auszählungsstand von 97,65 Prozent  bezog. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei für das Land historischen 80,72 Prozent. In 22 der 24 Bundesstaaten Venezuelas konnte sich Chávez durchsetzen, nur Mérida und Táchira an der Grenze zu Kolumbien fielen an die Opposition. Auch im von Henrique Capriles Radonski als Gouverneur regierten Miranda setzte sich Chávez – wenn auch knapp – durch. Am Mittwoch soll Hugo Chávez vom CNE offiziell zum Wahlsieger proklamiert werden.
    Die Wahlergebnisse im einzelnen:
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    08.10.2012, 22:00 Uhr

    Detaillierte Zahlen: PSUV bleibt stärkste Partei Venezuelas

    Ergebnis der Wahl in Venezuela
    Ergebnis der Wahl in Venezuela
    Der Nationale Wahlrat (CNE) hat am Montag auf der Grundlage eines Auszälungsstandes von 97,46 Prozent detailliertere Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 7. Oktober veröffentlicht. Von besonderem Interesse ist dabei, wie sich die Ergebnisse der Kandidaten auf die sie unterstützenden Parteien verteilen. So bleibt die vom wiedergewählten Staatschef Hugo Chávez geführte Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) mit fast 43 Prozent der Stimmen klar stärkste Partei des Landes. Im Gegensatz zu früheren Abstimmungen waren diesmal jedoch die Stimmen der mit der PSUV verbündeten Parteien ausschlaggebend für den Gewinn der Mehrheit gegen das Oppositionslager. Die Kommunistische Partei PCV wurde erstmals zweitstärkste Kraft im chavistischen Lager, was Parteichef Oscar Figuera im Gespräch mit junge Welt als »große Verantwortung« würdigte.
    Das Oppositionslager präsentierte sich zersplittert in mehrere nahezu gleich starke Kräfte. Die Partei ihres Kandidaten Henrique Capriles Radonski, Primera Justicia, die separat angetreten war, wurde fast genauso stark wie die Bündnisliste Mesa de Unidad Democrática (MUD).
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    08.10.2012, 09:00 Uhr

    Jubel in den Straßen von Caracas

    Tausende am Regierungspalast Miraflores
    Tausende am Regierungspalast Miraflores
    Zehntausende Menschen haben am Sonntag abend (Ortszeit) am Präsidentenpalast Miraflores im Zentrum der venezolanischen Hauptstadt Caracas und auf den umliegenden Straßen begeistert den erneuten Wahlsieg von Hugo Chávez gefeiert. Bereits vor der Bekanntgabe der ersten offiziellen Zahlen durch den Nationalen Wahlrat (CNE) hatten sich Tausende in der Umgebung versammelt. Die jW-Korrespondenten waren mittendrin und haben viele Fotos mitgebracht. Unsere Bildstrecke findet Ihr hier.

    André Scheer, Telefonbericht aus Caracas während der CD-Release Party zu Ehren von Franz Josef Degenhardt in Berlin


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    08.10.2012, 04:00 Uhr

    Uh! Ah! Chávez no se va!

    Jubel in Caracas
    Jubel in Caracas
    Hugo Chávez bleibt Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela! Tibisay Lucena, Präsidentin des Nationalen Wahlrats (CNE) gab um 22 Uhr Ortszeit die ersten offiziellen Ergebnisse bekannt. Demnach erreichte Amtsinhaber Hugo Chávez mit mehr als acht Millionen Stimmen 54,42 Prozent. Fast zwei Millionen Stimmen weniger erreichte Henrique Capriles Radonski, der auf 44,97 Prozent kam.

    Die Wahlbeteiligung lag mit 80,9 Prozent historisch hoch.
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    08.10.2012, 02:05 Uhr

    12 Prozentpunkte Vorsprung?

      In Venezuela deutet alles darauf hin, daβ Hugo Chavez im Amt bleibt. Der Sprecher des Wahlkampfstabs des Staatschefs, Jorge Rodriguez, nannte bei einer Pressekonferenz um 20 Uhr Ortszeit den Wahltag »historisch«. Die Wahlbeteiligung sei so hoch gewesen wie noch nie zuvor. Zudem sagte er mit einem breiten Lachen: »Ich habe den Verdacht, daβ wir uns heute nochmal sehen«.
    Wie junge Welt inoffiziell aus Regierungskreisen erfuhr, soll Chavez die heutige Wahl mit zwölf Prozentpunkten Vorsprung gewonnen haben.
  • Berichte
    08.10.2012, 02:00 Uhr

    »Gute Nachricht«

    Als »gute Nachricht« verbreitet die Onlineredaktion der Tribuna Popular, der Zeitung der Kommunistischen Partei Venezuelas, unter Berufung auf einen hohen Beamten der Regionalregierung der Hauptstadt Caracas die Information, daβ der Präsidentenpalast Miraflores hell beleuchtet sei und am sogenannten »Balkon des Volkes« gerade eine Bühne aufgebaut wird. Dies wird als Vorbereitung auf eine mögliche Siegesfeier gewertet.
    Auch die Opposition, die gerade eine Pressekonferenz durchführt, erweckt derzeit nicht den Eindruck, sich als Sieger zu sehen. Statt dessen verweist sie auf die hohe Wahlbeteiligung, durch die alle Venezolanerinnen und Venezolaner Sieger dieses historischen Tages seien.
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    08.10.2012, 00:00 Uhr

    Wahllokale in Venezuela schließen

    André Scheer, Caracas
    Wer gewählt hat, muß seinen kleinen Finger in blaue Farbe tunken
    Wer gewählt hat, muß seinen kleinen Finger in blaue Farbe tunken, damit er es nicht noch einmal tun kann
    In diesen Minuten schließen in Venezuela die Wahllokale. Nach 18 Uhr Ortszeit dürfen nur noch die Wählerinnen und Wähler abstimmen, die sich in den Warteschlangen befinden. Venezuelas Hauptstadt Caracas war heute in weiten Teilen nahezu menschenleer. Viele Geschäfte hatten spätestens gegen Mittag ihre Türen geschlossen – entweder, weil die Inhaber selbst zur Wahl gehen wollten, oder weil sie Probleme gegen Ende des Tages befürchteten, wenn die Ergebnisse der heutigen Wahlen bekanntgegeben werden. Oppositionelle Medien hatten versucht, Unruhen herbeizuschreiben, doch wie Sprecher des Nationalen Wahlrats (CNE) am Nachmittag erklärten, gab es von vereinzelten Reibereien abgesehen keinerlei Zwischenfälle. Das können auch die jW-Korrespondenten in Caracas bestätigen, die eine entspannte und ruhige Atmosphäre vorfanden. An einigen Wahllokalen hatten sich die dort positionierten Sicherheitskräfte sogar zum Schlafen hingelegt. Am Vormittag hingegen hatte vor Schulgebäuden und anderen Einrichtungen, die zu Wahllokalen umgewidmet worden waren, oftmals Trubel geherrscht. Schon am frühen Morgen hatten sich hier lange Schlangen von Wartenden gebildet, die auf die Gelegenheit zur Stimmabgabe warteten. Schon gegen Mittag hatten in vielen Wahllokalen mehr als die Hälfte der Berechtigten die Stimme abgegeben. So etwa im Liceo Andrés Bello im Zentrum von Caracas, das mit 14000 Wahlberechtigten als das größte Abstimmungslokal Venezuelas gilt. Wie Sprecher des örtlichen Wahlvorstandes gegenüber junge Welt sagten, lag die Beteiligung hier schon am Mittag bei 75 Prozent. Gegenüber diesem Schulgebäude, das unter der Regierung von Hugo Chávez renoviert und neu eröffnet wurde, arbeitet der Kommunale Rat Avenida México, ein mit rotem Stern und zahlreichen Plakaten der Linksparteien geschmücktes Nachbarschaftszentrum. Hier wimmelte das Leben, ein ständiges Kommen und Gehen. „Wir helfen hier den Leuten beim Wählen, die dies nicht alleine können“, berichtete José Luís, der das Zentrum koordiniert, im Gespräch mit junge Welt. „Wir haben hier Rollstühle, um Leute, die nicht selber gehen können, ins Wahllokal zu bringen, wir beraten, haben Getränke und Essen für die Menschen in den Warteschlangen.“ Einig waren sich die Anwesenden, die bereits alle stolz ihren blaugefärbten Finger vorzeigen konnten. Durch das Tunken des kleinen Fingers in nicht abwaschbare Tinte wird zusätzlich zur Ausweiskontrolle verhindert, daß jemand seine Stimme mehrfach abgeben kann. Bereits vor Schließung der Wahllokale waren am Nachmittag Gruppen von Motorradfahrern und Autokarawanen unter roten Fahnen durch Caracas gefahren, um den Sieg des Präsidenten Hugo Chávez zu feiern – der von offizieller Seite bislang jedoch nicht bestätigt worden ist. „Wir werden erst dann Zahlen bekanntgeben, wenn die Tendenz unumkehrbar ist“, unterstrich CNE-Sprecherin Tibisay Lucena.
      Ex-US-Präsident Carter nannte das venezolanische Wahlsystem
      Ex-US-Präsident Carter nannte das venezolanische Wahlsystem "das sicherste der Welt"
      Beim Wählen helfen: Kommunaler Rat an der Avenida México
      Beim Wählen helfen: Kommunaler Rat an der Avenida México
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    07.10.2012, 18:55 Uhr

    Hohe Beteiligung in Venezuela – Wahllokale in Europa schließen

    André Scheer, Caracas
    Wahllokal in der venezolanischen Botschaft in Berlin
    Wahllokal in der venezolanischen Botschaft in Berlin
    Bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela zeichnet sich gegen Mittag eine hohe Beteiligung ab. »Ich beglückwünsche die Venezolaner«, sagte Jorge Rodríguez, Chef  des Wahlkampfstabs von Amtsinhaber Hugo Chávez, »Comando Carabobo«, bei einer Pressekonferenz gegen 11.30 Uhr Ortszeit. Er bat die stundenlang in den Schlangen vor den Wahllokalen wartenden Venezolanerinnen und Venezolaner um Geduld, »da wir eine sehr hohe Wahlbeteiligung haben«. Dabei konnte er sich ein breites Lächeln nicht verkneifen, denn eine hohe Beteiligung galt im Vorfeld als Vorteil für Chávez.
    »Die Oppositionellen rechnen damit, gewinnen zu können, deshalb werden sie alle, ohne Ausnahme, zur Wahl gehen«, sagte Carlos Aquino, der dem Politbüro der KP Venezuelas angehört, im Gespräch mit junge Welt. »Es wird deshalb darauf ankommen, daß auch wir alle unsere Anhänger mobilisieren könen.«
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    07.10.2012, 16:40 Uhr

    Wahlaufrufe per SMS

    André Scheer, Caracas
    Lange Warteschlangen vor den Wahllokalen
    Lange Warteschlangen vor den Wahllokalen
    Bislang ohne große Zwischenfälle hat in Venezuela die Präsidentschaftswahl begonnen. Nachdem morgens um 3 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MESZ) der Wahltag mit Fanfaren und Feuerwerk begrüßt wurde, konnten um 6 Uhr morgens die ersten Menschen ihre Stimmen abgeben. Vor den Wahllokalen haben sich bereits lange Schlangen gebildet, geduldig warten die Venezolanerinnen und Venezolaner darauf, ihre Stimme abgeben zu können.
    Während in Deutschland die meisten Medien vom »Der schwerste Kampf des Caudillo« (Spiegel Online) oder gar bereits vom »letzten Kampf des Comandante Chávez« (news.de) schreiben, sind sich sowohl die Anhänger des Staatschefs als auch die Oppositionellen siegessicher. Am Vorabend der Abstimmung protestierten die Regierungsgegner in den Mittelschichts- oder Nobelvierteln der Hauptstadt Caracas mit einem »Cacerolazo« - lautstarkem Trommeln auf Kochtöpfe – gegen Chávez. Das ließen die Bewohner des eher von Armen bewohnten Barrios La Vega nicht auf sich sitzen. Sie fuhren mit einem Kleinlastwagen, auf den sie große Lautsprecher montiert hatten, in das Mittelschichtsviertel Montalban, stellten sich vor die Wohnhäuser der Oppositionellen und ließen lautstark Musik von Alí Primera und Wahlkampflieder der Chávez-Kampagne ertönen.
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    07.10.2012, 09:30 Uhr

    Die Wahl hat begonnen

    Mit Fanfaren in allen Regionen Venezuelas hat um 3 Uhr morgens (Ortszeit) die Präsidentschaftswahl in Venezuela begonnen. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr Ortszeit geöffnet.
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    07.10.2012, 07:00 Uhr

    Hugo Chávez vor der internationalen Presse: »Am Sonntag siegt die Bolivarische Republik Venezuela«

    André Scheer, Caracas
    Hugo Chávez bei der Pressekonferenz
    Hugo Chávez bei der Pressekonferenz
    Wenige Stunden vor der Öffnung der Wahllokale in Venezuela haben sich Präsident Hugo Chávez und der Leiter der Beobachtermission der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR), Carlos Álvarez, am Samstag abend (Ortszeit) im Regierungspalast Miraflores den Fragen der internationalen Presse gestellt. Dabei zog Álvarez eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. Die Beobachter seien neutral, da ja auch die UNASUR ein pluraler Staatenbund sei. Man habe sich mit Oppositionsvertretern ebenso getroffen wie mit der Regierung und dem Nationalen Wahlrat (CNE).
    Für den Ablauf des Wahltages in Venezuela zeigte sich Álvarez »sehr optimistisch«. Das venezolanische Wahlsystem sei hinsichtlich seiner Transparenz und der Glaubwürdigkeit des Ablaufs ein Beispiel für viele andere Länder. Alle politischen Akteure forderte er auf, die Ergebnisse der Wahl anzuerkennen.
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    06.10.2012, 23:25 Uhr

    Tausende Journalisten aus aller Welt

    Pressezentrum des Nationalen Wahlrats (CNE)
    Pressezentrum des Nationalen Wahlrats (CNE)
    Mehr als 10.000 Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt haben sich beim Nationalen Wahlrat (CNE), der obersten Wahlbehörde Venezuelas, für die Abstimmung am Sonntag akkreditieren lassen. Neben internationalen Medien wie CNN, TeleSur und internationale Nachrichtenagenturen steht auch die junge Welt auf der Liste der Pressevertreter – als eine von ganz wenigen deutschen Medien.
    Um den Journalisten die Berichterstattung über die Wahlen zu erleichtern, hat der CNE ein Pressezentrum mit 120 Plätzen und Ruhebereichen eingerichtet. Zudem stehen 15 Computer mit Internetzugang und kostenlosem Telefonanschluß zur Verfügung.
  • Berichte
    06.10.2012, 22:05 Uhr

    UNASUR beobachtet Wahlen in Venezuela

    Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Berlin
    UNASUR
    Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR)
    Die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) beobachtet den korrekten Verlauf der Wahlen am Sonntag in Venezuela. Der Leiter der internationalen Delegation, der Argentinier Carlos Alvarez, hat der Präsidentin des Nationalen Wahlrates (CNE), Tibisay Lucena, die Liste mit den Namen der Beobachter der Abstimmung vom 7. Oktober übergeben.
    Der CNE ist die von der Verfassung garantierte und für alle Wahlvorgänge zuständige Institution, die auch die Abstimmung vom Sonntag zu organisieren und zu überwachen hat.
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    06.10.2012, 19:45 Uhr

    Hochstimmung in der »geschlossenen« Kneipe

    Claudia Schröppel, Caracas
    Chávez als Punk auf einem Graffiti in der »Puto Bar«
    Chávez als Punk auf einem Graffiti in der »Puto Bar«
    Am Freitag abend, nach dem großen Konzert in  »PDVSA La Estancia« (siehe Bericht hier), wollte keiner der Musiker nach Hause gehen, und auch die jW-Korrespondenten wurden eingeladen, noch in eine Bar mitzukommen. Unser Einwand, daß wegen der Sicherheitsbestimmungen vor der Öffnung der Wahllokale doch alle Kneipen geschlossen wäre, wurde mit einem wissenden Lächeln beantwortet.
    Der Weg zum Treffpunkt war dann jedoch auch für die Wissenden nicht einfach. Auch die Mitglieder der Gruppe »Dame Pa'  Matala«, die zuvor auf der Bühne Hunderten Jugendlichen eingeheizt hatten, mußten sich über Telefon zum Zielort lotsen lassen. Von der Straßenseite aus wies nichts darauf hin, daß sich in dem unscheinbaren Gebäude eine Kneipe, die »Puto Bar«, befinden könnte. Doch vor dem Eingang zu dem mehrstöckigen Wohnhaus wartete bereits einer der Wirte. Durch einen langen Gang im Erdgeschoß, der eher an einen Schulkorridor als an den Eingang einer Bar erinnerte, wurde unsere kleine Gruppe durch den Hintereingang in die Kneipe geschleust. Eindringlich wurden wir gebeten, leise zu sein. Kurz öffnete sich die Tür, um schnell wieder verschlossen zu werden. Uns schlugen Salsamusik und der süßliche Geruch von Räucherstäbchen entgegen. Wir befanden uns in einer kleinen Einraumkneipe, die mit einigen Graffitis an den Wänden ihre politische Orientierung klar zum Ausdruck bringt: »Chavéz ist einer von uns«. Der Präsident prangt auf einem Bild als gepiercter Punk mit Irokesenschnitt an einer Tür.
  • Berichte
    06.10.2012, 17:00 Uhr

    Ein Lied für den Frieden

    André Scheer, Caracas
    Seit Freitag morgen, 48 Stunden vor Öffnung der Wahllokale, herrschen in Venezuela erhöhte Sicherheitsbestimmungen, um eine Destabilisierung der Lage bis zum Wahltag zu verhindern. In allen Geschäften ist der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten, Bars sind geschlossen und auch kulturelle Großveranstaltungen dürfen eigentlich nicht stattfinden.
    Doch die Jugend der Hauptstadt Caracas findet Wege, sich darüber hinwegzusetzen – und „klammheimlich" hilft ihnen der Staat dabei. Ohne öffentliche Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda informiert, fanden sich am Freitag abend in „PDVSA La Estancia" Hunderte Jugendliche zu einem Open-Air-Konzert zusammen, bei dem fünf Bands ihre gemeinsame Tournee „Aire Libre" abschlossen. Die Polizei beschränkte sich darauf, die Besucher zu kontrollieren und zu verhindern, daß Getränkeflaschen oder Feuerzeuge mit auf das Gelände geschmuggelt wurden. Zu den bekanntesten Gruppen auf der großen Bühne mit ausgefeilter Videoshow im Hintergrund gehörten die jW-Lesern zum Beispiel von der diesjährigen „Fiesta de Solidaridad" im Juli in Berlin bekannten Jungs von „Dame Pa' Matala". Hier hatten sie ein Heimspiel: die Besucher sangen die Lieder lauthals mit und bejubelten die Statements von Pedro Blanco und Willian Alvarado, die knapp an verbotenen Wahlkampfstatements vorbeischrammten : „In Venezuela herrscht kein Krieg! Laßt euch nicht aufhetzen! Wir sind ein Erdölland, aber wir sind ein Land, in dem Frieden herrscht!" Ihre programmatische Hymne „Canto por la Paz" (Lied für den Frieden) wurde  begeistert aufgenommen, ebenso wie der Aufruf, am Sonntag wählen zu gehen. Dabei ließen die Bandmitglieder keinen Zweifel daran, welchem Kandidaten ihre Präferenz gilt: „Ich darf den Namen nicht sagen, aber Ihr wißt schon, wen ich meine!"
  • Berichte
    05.10.2012, 23:00 Uhr

    Die Opposition spammt

    André Scheer, Caracas
    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag endete in Venezuela offiziell der Wahlkampf. Seither sind Wahlkampfaktivitäten – Kundgebungen, Wahlveranstaltungen, Infostände – untersagt. Doch die Regierungsgegner setzen ihre Kampagne fort – per Spam.
    Erst am Mittwoch haben sich die jW-Korrespondenten in Caracas eine neue Handynummer zugelegt, um in der venezolanischen Hauptstadt erreichbar zu sein. Am Freitag morgen dann erreichte uns eine SMS, die von einer venezolanischen Nummer aus geschickt wurde. Die Nummer war uns unbekannt – kein Wunder, denn der Absender lud uns ein, die Rechtspartei »Un Nuevo Tiempo« (Eine Neue Zeit) zu wählen: »Wähle sicher, wähle Henrique Capriles auf der Liste von Un Nuevo Tiempo – unten rechts auf dem Stimmzettel«.
  • Interviews
    05.10.2012, 21:00 Uhr

    »Chávez soll an der Spitze bleiben«

    Interview: André Scheer, Caracas
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    Héctor Rodríguez ist Generalsekretär der Kommunistischen Jugend Venezuelas (JCV)
    Kommunisten haben einen intensiven Wahlkampf geführt. Ein Gespräch mit Héctor Rodríguez

    Die Kampagne zur Wiederwahl von Hugo Chávez als Präsident ist beendet. Welche Bilanz ziehen Sie und Ihre Organisation aus den vergangenen Wochen?

  • Berichte
    05.10.2012, 00:00 Uhr

    Rote Flut überschwemmte Caracas

    André Scheer, Caracas
    Hunderttausende auf der Avenida Bolívar
    Hunderttausende auf der Avenida Bolívar
    Hunderttausende Menschen – vielleicht auch mehrere Millionen – haben am heutigen Donnerstag im Zentrum der venezolanischen Hauptstadt Caracas ihre Unterstützung für Hugo Chávez vor den Präsidentschaftswahlen am Sonntag demonstriert. Sieben große Hauptverkehrsstraßen – vor allem die Avenida Bolívar – waren mit den zumeist rotgekleideten Anhängern des Amtsinhabers gefüllt. Es herrschte ausgelassene Volksfeststimmung, und zahllose fliegende Händler nutzten den Massenandrang, um kalte Getränke und Essen an den Mann und die Frau zu bringen. Von zahlreichen Bühnen riefen Redner die Teilnehmer auf, am Sonntag auch tatsächlich zur Wahl zu gehen, während anderswo Musik- und Tanzgruppen den Demonstranten einheizten.
    Als nach Stunden strömender Regen einsetzte, ließen sich die Teilnehmer nicht vom Feiern abhalten und harrten aus, um auf ihren Präsidenten zu warten. Der ließ es sich nicht nehmen, selbst bis auf die Knochen durchnäßt zu werden und stellte sich auf der nicht überdachten Bühne seinen Anhängern. Er rief sie auf, bis zum Wahltag nicht nachzulassen, denn auf dem Spiel stehe »das Leben Venezuelas«. Er zeigte sich sicher, daß er auch nach dem Wahltag im Amt bleiben werde: »Meine nächste Regierung beginnt am 8. Oktober!«
  • Interviews
    04.10.2012, 17:00 Uhr

    »Wir verteidigen unsere Revolution«

    Interview: André Scheer, Caracas
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    Gustavo Rodríguez
    Venezuela: Die Bevölkerung wird Versuchen der Opposition, einen Sieg von Hugo Chávez nicht anzuerkennen, entgegentreten. Gespräch mit Gustavo Rodríguez
    Gustavo Rodríguez ist Mitglied der venezolanischen Linkspartei Tupamaros und der Coordinadora Simón Bolívar im Stadtviertel 23 de Enero. Im freien Rundfunksender Al Son del 23 moderiert er eine wöchentliche Diskussionssendung.
  • Berichte
    04.10.2012, 16:30 Uhr

    Kampf um die Jugend

    André Scheer, Caracas
    232-S-03.jpg
    Hugo Chávez beim Wahlkampfantritt in Maracay
    Mittags an der Metrostation Chacaito, in einem eher mittelständisch geprägten Viertel der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Einige hundert Studenten der Katholischen Universität Andrés Bello (UCAB) haben sich hier versammelt, um für ihren Kandidaten Henrique Capriles Radonski zu werben.
    Sie tragen weiße T-Shirts, auf denen sie sich zu »Helden der Demokratie 2012« erklären. Die Hemden werden zu Dutzenden kostenlos an die Teilnehmer verteilt, mancher nimmt sich auch gleich zwei oder drei mit, und auch ein Straßenkehrer deckt sich mit neuer Wäsche ein.
  • Berichte
    04.10.2012, 15:00 Uhr

    Millionen für Chávez

    André Scheer, Caracas
    Venezuelas Hauptstadt Caracas ist heute fest in roter Hand. Mehrere Millionen Menschen werden ab 11 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) im Zentrum der Metropole zur großen Wahlkampf-Abschlußveranstaltung erwartet. Nachdem es der Opposition am vergangenen Wochenende gelungen war, die Avenida Bolívar zu füllen, wollen die Chavistas sich nicht lumpen lassen und haben als Ort ihrer Kundgebung gleich sieben der breiten Verkehrsadern angemeldet.
    Bereits am frühen Morgen waren auf den Straßen der Hauptstadt Gruppen in roten T-Shirts – dem Markenzeichen der Chávez-Anhänger – unterwegs zu ihren Sammelpunkten. Aus Lautsprecherwagen tönten »Uh! Ah! Chávez no se va!«, eines der bekanntesten Lieder der Bolivarischen Revolution, und der offizielle Wahlkampfsong »Chávez Corazón del Pueblo« (Chávez, Herz des Volkes).
  • Berichte
    04.10.2012, 02:00 Uhr

    Kampf um jede Stimme

    Kampf um jede Stimme: Chavistas in Caracas
    Kampf um jede Stimme: Chavistas in Caracas
    Venezuelas Hauptstadt Caracas vibriert vor Wahlkampf. An nahezu jeder Straßenecke – zumindest im Stadtzentrum –stehen Infostände, an denen die Chavistas um Stimmen werben. Hier und da taucht mal ein Flugblattverteiler auf, der für den Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski wirbt. Doch geht man von dem Eindruck aus, den man bei einem Spaziergang durch die Millionenstadt bekommt, ist das Rennen entschieden: Die Dominanz der Chavistas ist deutlich. Daran ändern auch Kundgebungen oppositioneller Studenten nichts, die lautstark, aber inhaltsarm für Capriles werben.
    Eindrücke aus Caracas in unserer Fotostrecke: Hier klicken
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