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J.G. Ballard tot

Der britische Science-fiction-Autor James Graham Ballard ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit in London gestorben. In seinen in den 60er Jahren veröffentlichten Erzählungen dominierten Weltuntergangsszenarien. Mit seinem 1984 veröffentlichten autobiographischen Buch »Empire of the Sun« wurde Ballard einem breiteren Publikum bekannt. Darin schildert Ballard, Sohn eines britischen Industriellen, seine Kindheit in Schanghai und den Einmarsch der japanischen Truppen nach dem Überfall auf Pearl Harbor im Dezember 1941.

Die Werke des ehemaligen Royal-Air-Force-Piloten, beispielsweise die »Zeit endet«-Tetralogie oder die »Dystopie«-Trilogie zählen zum New Wave innerhalb der phantastischen Literatur. Die Handlung seines letzten Buchs »The Atrocity Exhibition« (ins Deutsche unter dem Titel »Liebe & Napalm« von Carl Weissner übertragen) geht zum Beispiel so: »Ein Arzt an einer psychiatrischen Klinik in London entdeckt nach und nach sein gestörtes Verhältnis zu seinem Beruf, seiner Umwelt und seinen Patienten. Beim Durchqueren seiner eigenen Identität wird er von verschiedenen exemplarischen Rollen, wie J. F. Kennedy, Marilyn Monroe und Lee Harvey Oswald verfolgt und findet dabei schließlich den Schlüssel zu einer neuen bizarren Sexualität« (aus der Werbung des Milena Verlags). (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2009, Seite 12, Feuilleton

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