75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Sa. / So., 26. / 27. November 2022, Nr. 276
Die junge Welt wird von 2690 GenossInnen herausgegeben
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Einladung zur Generalversammlung der LPG junge Welt eG

Samstag, 25. Juni 2022, von 13 bis voraussichtlich 17.30 Uhr, Maigalerie (Torstraße 6, 10119 Berlin), Einlass ab 12 Uhr

  1. Eröffnung, Wahl Versammlungsleitung, Festlegung Tagungsordnung
  2. Bericht Vorstand: Entwicklung der Genossenschaft, Jahresabschluss 2021, Aussicht 2022/2023
  3. Bericht Aufsichtsrat
  4. Bericht Geschäftsführung Verlag 8. Mai GmbH, AVZ GmbH
  5. Diskussion zu den Punkten 1 bis 4
  6. Vorstellung und Diskussion über die Neufassung der Satzung der LPG junge Welt eG
  7. Beschlussfassung
    • Feststellung Jahresabschluss 2021 der LPG junge Welt eG
    • Verwendung Jahresergebnis
    • Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
    • Neufassung der Satzung
    • LPG-Aktionsprogramm
  8. Wahl des Aufsichtsrats
  9. Sonstiges

Der Entwurf der Bilanz der LPG junge Welt eG für das Geschäftsjahr 2021 ist für Genossinnen und Genossen ab Montag, 20.6.2022, bis Freitag, 24.6.2022, während der Geschäftszeiten (i. d. R. 10–17 Uhr) im Sekretariat der Verlag 8. Mai GmbH einsehbar. Wir bitten um Terminabsprache unter bj@jungewelt.de. In den Räumen des Verlages gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Mit genossenschaftlichen Grüßen, der Vorstand:

Peter Borak, Stefan Huth, Dietmar Koschmieder, Ina Sembdner, Simon Zeise

Anlagen

Gegen alle Trends

Generalversammlung der jW-Genossenschaft zieht positive Bilanz

Es sollte die erste Generalversammlung der LPG junge Welt werden, die nach langer Zeit wieder unter normalen Bedingungen in den Räumlichkeiten des Verlags 8. Mai stattfindet – 2020 und 2021 musste pandemiebedingt in das Kino Babylon in Berlin-Mitte ausgewichen werden. Aufgrund einer Reihe akuter Coronainfektionen in der jW-Belegschaft konnte das Treffen am Sonnabend jedoch nicht wie geplant in der jüngst eröffneten Maigalerie abgehalten werden. Statt dessen versammelten sich die 52 anwesenden Genossinnen und Genossen als Vorsichtsmaßnahme spontan auf der Terrasse des Verlagsgebäudes, um eine abgespeckte Version der Tagesordnung abzuarbeiten – eine vielstündige Sitzung, so das Votum der Anwesenden, könne unter den vorliegenden Bedingungen nicht verantwortet werden. Somit entfiel aus Zeitgründen die vorgesehene Neuwahl des Aufsichtsrats (die Versammlung bestätigte den amtierenden für zunächst ein Jahr), auch die Neufassung der Genossenschaftssatzung konnte nicht wie vorgesehen verabschiedet werden. Da keine substantiellen Änderungen anstehen, lediglich einige sprachliche und, basierend auf den praktischen Erfahrungen der letzten Jahre, formale Änderungen vorgenommen werden sollten, besteht hier kein akuter Handlungsbedarf. Die Abstimmung darüber soll nun bei nächster Gelegenheit, spätestens aber bei der Generalversammlung im kommenden Jahr erfolgen – bis dahin bleibt die aktuelle Satzung gültig (eine Übersicht über die vom LPG-Vorstand vorgeschlagenen Neuformulierungen findet sich unter jungewelt.de/lpg).

Die jW-Genossenschaft, Mehrheitseigentümerin der Verlag 8. Mai GmbH, in der die junge Welt erscheint, hat sich auch im vergangenen Geschäftsjahr gut entwickelt. Wie Stefan Huth für den Vorstand ausführte, kamen 2021 175 Mitglieder hinzu, die 319 Anteile erworben haben, 68 Genossen zeichneten 95 zusätzliche Anteile. Der positive Trend, so Huth, halte trotz schwieriger politischer und branchenbezogener Rahmenbedingungen an. Für die Geschäftsführung stellte Peter Borak die Verlagsbilanz für 2021 vor und konstatierte, dass im zurückliegenden Jahr mit einem Gesamtumsatz von 5,7 Millionen Euro ein neuer Rekord aufgestellt werden konnte. Es wurden zugleich hohe Investitionen getätigt, etwa in Werbemaßnahmen und in Technik, so dass nach Jahren erstmals wieder ein Verlust (26.530,47 Euro) vorliege. Das investierte Geld sei gut angelegt, zumal sich derzeit Abo- wie Einzelverkauf der Zeitung gegen den allgemeinen Branchentrend sehr erfreulich entwickelten.

Der Jahresabschluss wurde festgestellt, Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Festgelegt wurde die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens: Die zum 31. Dezember 2021 ausgeschiedenen Mitglieder erhalten abzüglich der Verlustbeteiligung 388,87 Euro pro Anteil ausgezahlt. Die Versammlung verabschiedete auch ein LPG-Aktionsprogramm zur ökonomischen Stärkung von Verlag und Zeitung, das u. a. eine Spende der Genossenschaft für audiovisuelle Übertragungstechnik im Wert von 10.000 Euro vorsieht. Alle Beschlüsse wurden einstimmig und ohne Enthaltungen gefasst.