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15.01.2026: Klasse statt Nation. Wo eine verbindende Politik der Arbeit ansetzen kann

„Es geht eben nicht anders.“ Wenn über die Arbeit gesprochen wird, fällt oft dieser Satz. Arbeitsplätze werden abgebaut; man bringt immer mehr Leistung, erfährt aber wenig Anerkennung; es fehlt an Personal und Zeit, Projekte sind immer zu knapp kalkuliert … Ohnmacht und Druck allerorten, und seit Margret Thatcher lautet die Devise: Alles Sachzwänge – es gibt keine Alternative.

Damit wird das Machtgefälle zwischen Unternehmen und Beschäftigten immer steiler, die Konkurrenz unter Arbeitenden härter. Aktuell ziehen viele daraus den Schluss, sich nach rechts zu wenden. Als „hart arbeitende Deutsche“ grenzen sie sich gegen andere Lohnabhängige ab, die nach Deutschland migriert sind oder Sozialleistungen beziehen.

Aber geht es wirklich nicht anders? Die Arbeitssoziologin Nicole Mayer-Ahuja argumentiert, dass Lohnarbeit immer beides enthält: Logiken von Spaltung und Konkurrenz, aber auch Potenziale für gegenseitige Unterstützung und Solidarität. Was kann man tun, damit das, was die arbeitende Klasse verbindet, schwerer wiegt als das Trennende? Wo liegen Ansatzpunkte, um Beschäftigte als Beschäftigte zusammenzubringen – und warum ist das ein wichtiger Beitrag zu antifaschistischer Politik? Über diese Fragen sollten wir gemeinsam diskutieren.

Referentin: Nicole Mayer-Ahuja (Professorin für Soziologie mit den Schwerpunkten Arbeit, Unternehmen und Wirtschaft an der Uni Göttingen)
Moderation: Florian Weis



Kosten: 2 €

Veranstaltet durch: Helle Panke

19:00 Uhr

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin
Weitere Infos: https://www.helle-panke.de/de/topic/3.termine.html?id=3969

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