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25.01.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Calderón rüstet auf

Mexikos Präsident treibt Militarisierung des Landes voran. Antidrogenkampf Vorwand für Repression gegen soziale Bewegungen. Zapatisten fürchten Armeeoffensive

Luz Kerkeling, San Cristóbal de las Casas
Gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt setzt Präsident Felipe Calderón von der rechtskonservativ-neoliberalen Partei der Nationalen Aktion (PAN) immer stärker auf die Militarisierung Mexikos. Der Historiker Carlos Aguirre Rojas charakterisierte den Staatschef bei einer Veranstaltung an der Universität ­UNAM in Mexiko-Stadt wie folgt: »Calderón verfügt über keinerlei Legitimität. Weiten Teilen der Bevölkerung ist klar, daß er durch einen Wahlbetrug an die Macht gekommen ist. Er kann sich nur durch eine Kombination aus Militärpräsenz und massiven Medienkampagnen dauerhaft an der Regierung halten.«

Gesellschaft polarisiert

Auch wenn makroökonomische Zahlen Mexiko eine gute Situation bescheinigen – das Land gilt als zehntgrößte Wirtschaftsmacht der Welt –, tritt immer offener zu Tage, daß die mexikanische Gesellschaft momentan so polarisiert ist wie seit der Diktatur von Porfirio Díaz nicht mehr, die 1910 mit der mexikanischen Revolution endete. Seit Inkrafttre...

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