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20.04.1999 / Inland

Ungebetene Gäste im neuen Reichstag

Mahnwache ehemaliger KZ-Häftlinge gegen Kosovo-Krieg: »Politiker verharmlosen Faschismus«

Ulrike Kirmer

Kurt Goldstein macht seinen Unterarm frei und zeigt die eintätowierte, sonst nicht sichtbare Häftlingsnummer: »Das ist der Beweis, daß ich weiß, was Genozid ist«, so der 85jährige. Gemeinsam mit etwa einem Dutzend weiterer Demonstranten, drei davon tragen wie er Sträflingskleidung, steht der ehemalige politische Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz vor dem Brandenburger Tor, um gegen den Kosovo-Krieg zu demonstrieren und an den vor 54 Jahren geleisteten Schwur der überlebenden Häftlinge in Buchenwald zu erinnern: »Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel«. »Nie wieder Krieg!« und »Nie wieder Faschismus« heißt es auf den Transparenten.

In einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten anläßlich der Neueröffnung des Bundestages in Berlin fordern die ehemaligen KZ-Häftlinge das Ende aller Kampfhandlungen in Jugoslawien. Mit den NATO-Angriffen sei der Grundsatz »Nie wieder Krieg...

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