18.12.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Doppelmörders Comeback

1975 tötete Werner Weinhold zwei DDR-Grenzsoldaten. 2005 schoß er mit einer Waffe von damals erneut. Für die großen Medien ist das kein Thema

Hans Becker und Klaus Huhn
Jörg Kühn schrieb der jW-Redaktion: »Ich lese die jW jeden Morgen von vorne bis hinten, aber am 19. Oktober muß ich das oberflächlich getan haben, denn sonst wäre mir die Nachricht ›Weinhold erneut unter Verdacht‹ nicht entgangen. Nun haben mich Genossen aus den Grenzerjahren nach dem Hintergrund dieser Nachricht aus Recklinghausen gefragt, und ich leite die Anfrage an Sie weiter. Wissen Sie Einzelheiten?«

Wir mühten uns, der Frage nachzugehen und bekennen, daß es nicht einfach war, die Zusammenhänge zu recherchieren – nicht einfach, aber aufschlußreich. Es stellte sich heraus, daß offensichtlich einflußreiche »Instanzen« dafür gesorgt hatten, den Fall nicht an die breite Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Dabei stießen wir darauf, daß in den letzten Jahren Prozesse mit ähnlichem Hintergrund stattgefunden hatten, deren Urteile auch kaum erwähnt wurden. Als Maßstab scheint zu gelten: Was die DDR nicht delegitimiert, wird nicht publiziert!

Alles unbekannt

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