17.12.2007 / Inland / Seite 8

»Menschliche Zuwendung aufs Minimum reduziert«

In Frankfurt am Main wehrten sich Klinik-Beschäftigte gegen das Primat der Wirtschaftlichkeit. Ein Gespräch mit Margarete Wiemer

Gitta Düperthal
* Margarete Wiemer ist Vorsitzende des Personalrats der Städtischen Kliniken Frankfurt am Main-Höchst

Durch ihren Widerstand konnten Personalrat, ver.di-Mitglieder im Betrieb und Beschäftigte der städtischen Kliniken Höchst die Privatisierung gemeinsam verhindern. Wie haben Sie das geschafft?

Die Frankfurter Stadtverordneten hatten 2006 beschlossen, daß die Kliniken in eine gGmbH übergeleitet werden sollten. Die gGmbH wurde zwar gegründet, konnte aber nicht in Betrieb gehen. Denn obendrein wurde festgelegt, die Kliniken sollten nur dann Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband werden, wenn der sogenannte Tarifvertrag »Zukunftssicherung« angewendet würde. Den lehnen wir jedoch ab. Bei einer Personalversammlung am vergangenen Montag haben wir unsere Ablehnung erneut bestätigt. Der Vertrag hätte Gehaltsabsenkungen nach sich gezogen, die wir nicht hinnehmen wollen. Wir bestehen weiterhin auf der Anwendung des TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst). Die po...

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