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12.12.2007 / Feuilleton / Seite 13

Hundert Regalmeter

A wie Arbeiterbewegung, B wie Bond: Eine Berliner Ausstellung bietet Einblicke in den Nachlaß des Wirtschaftshistorikers und Krimifreundes Jürgen Kuczynski

Matthias Becker
Die Sendung wird als Schundliteratur eingezogen.« Lapidar und abschließend teilte Oberzollsekretär Obieglow dem Jürgen Kuczynski im Jahr 1966 mit, daß er die fünf Kriminalromane aus dem Ausland – darunter Bücher von einem gewissen »Jan Fleming« und Eric Ambler – nicht erhalten werde. Kuczynski antwortete dem »werten Oberzollsekretär« höflich, aber bestimmt und von oben herab. Er wolle sich nicht mit ihm auf eine Diskussion über den Begriff Schundliteratur einlassen, aber bestehe darauf, daß er die Bücher erhalte. Gezeichnet: Kuczyn­ski, Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Ob der begeisterte Krimileser Jürgen Kuczynski (1904-1997) seinen James Bond schließlich doch erhalten hat, ist unklar. Der Briefwechsel zwischen dem Zöllner und dem Wirtschaftshistoriker jedenfalls ist seit Montag in der Historischen Sammlung der Berliner Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) zu sehen. Die Ausstellung gewährt Einblicke in den Nachlaß der Familie ...

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