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04.12.2007 / Inland / Seite 8

»Verbote müssen die Ultima ratio bleiben«

Sonderbehandlung von Scientology gegenüber anderen religiösen Gruppierungen wäre problematisch. Ein Gespräch mit Michael Schmidt-Salomon

Claudia Wangerin
* Dr. Michael Schmidt-Salomon ist Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung zur Förderung des evolutionären Humanismus, Philosoph und Schriftsteller

Hamburgs Innensenator Udo Nagel (parteilos) will bei der Innenministerkonferenz am kommenden Donnerstag einen Verbotsantrag gegen die Scientology Kirche e.V. einbringen. Was halten Sie von der Idee?

Ich bin zwar der Meinung, daß sich eine Demokratie, eine offene Gesellschaft gegen ihre Feinde schützen muß – aber die Verhältnismäßigkeit der Mittel muß dabei gewahrt werden. Wenn man sich vor Augen führt, welche anderen religiösen und weltanschaulichen Gruppierungen mit Demokratie-Gefährdungspotential in Deutschland aktiv sind, dann wäre ein Verbot von Scientology unverhältnismäßig.

Können Sie Beispiele für andere Gruppierungen nennen?

Vor einigen Jahren habe ich mir den Spaß erlaubt, Scientology mit der katholischen Elite-Organisation Opus Dei zu vergleichen und eine Art »Demokratie-Gefährdungstest...

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