12.10.2007 / Inland / Seite 4

Wand oder nicht Wand?

Posse um angeblich »wildes Plakatieren« hält Göttinger Justiz auf Trab

Reimar Paul
Vor einem Jahr hielten Polizeibeamte in einer Unterführung am Rande der Göttinger Innenstadt drei junge Leute fest. Eine Frau hatte im Fahrradkorb einen Eimer mit frischem Kleister dabei, ein Mann hielt mehrere Anti-atomplakate in der Hand, ein weiterer einen nassen Pinsel. Da auch ein Teil der Wand klebrig war, schlußfolgerten die Polizisten, das gestoppte Trio sei im Begriff gewesen, die Plakate unerlaubterweise in dem Tunnel anzukleben.

In Göttingen nämlich ist, wie auch andernorts, sogenanntes wildes Plakatieren verboten. Dafür gibt es auch Vorschriften. In der Universitätsstadt ist das die Verordnung zur Erhaltung von Sicherheit und Ordnung. Einen Verstoß dagegen sah das städtische Ordnungsamt bei den drei mutmaßlichen Plakateklebern als gegeben an. Obwohl die Wände in der ...

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