08.08.2007 / Inland / Seite 5

Einzelhaft in Moabit

129-a-Verfahren entbehren jeder Grundlage. Vier mutmaßliche Mitglieder der »Militanten Gruppe« seit einer Woche im Gefängnis. Solidarität soll ausgeweitet werden

Julius Kaiser
Seit einer Woche befinden sich vier Männer in Haft, die von der Bundesanwaltschaft der »Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung« nach Paragraph 129 a des Strafgesetzbuches verdächtigt werden. Florian L., Axel H. und Oliver R. waren nach Polizeiangaben bei dem Versuch festgenommen worden, Bundeswehr-Fahrzeuge auf einem MAN-Firmengelände in Brandenburg an der Havel anzuzünden. In Berlin wurde anschließend bei einer Razzia der an der Humboldt-Universität als Stadtsoziologe lehrende Andrej H. festgenommen.

Allen vier wird vorgeworfen, der »Militanten Gruppe« (mg) anzugehören, die seit 2001 eine Vielzahl von Brandanschlägen begangen haben soll. Die Festgenommenen wurden wie Top­terroristen im Hubschrauber zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe geflogen und sitzen inzwischen in Einzelzellen im Berliner Gefängnis Moabit in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen schweigen sie.

Das versuchte Anzünden dreier Lastkraftwagen sei Brandstiftung und kein Terrorism...



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