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01.08.2007 / Feuilleton / Seite 13

Paartherapeutische Kammerspiele. Ingmar Bergman, R.I.P.

Tina Heldt
Zum »größten Filmregisseur aller Zeiten« wählte man ihn 1997 bei den 50. Filmfestspielen in Cannes: Ingmar Bergman. Gewählt hatten ihn eine Reihe auch nicht unberühmter Kollegen von Francis Ford Coppola bis Woody Allen.

Kein Zweifel, auch die Kultur ist im wesentlichen agonal. Es muß nicht nur größte Führer und größte Boxer etc. pp. geben, Filmregisseure kämpfen in dieser Kategorie (»ewige Größe«) ebenfalls fleißig mit. Noch. Denn die Spezies des reinen Autorenfilmers gehört mittlerweile zu einer aussterbenden Gattung. Der Tod des 89jährigen Bergman in der Abgeschiedenheit seines Wohnsitzes auf der Insel Farö kann in dieser Hinsicht als symbolisch gelten.

Symbolisch ist wohl allgemein das magische Wort im Zusammenhang mit Bergman. Immer, wenn sehr traurige Leute in vom Nieselregen gepeinigter Felslandschaft Schwedisches murmeln, muß es sich wohl um eine symbolische Meditation über die Geworfenheit des Menschen in ein sinn- und gottloses Universum hand...



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