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01.08.2007 / Feuilleton / Seite 13

Film als Kunst

Oder Witze von seltener Schönheit: Michelangelo Antonioni (29. September 1912 bis 30. Juli 2007)

Peer Schmitt und Uschi Diesl
Eine böse Woche für Cineasten. Innerhalb kurzer Zeit sind hintereinander Ingmar Bergman und Michelangelo Antonioni gestorben. Bergman war Jahrgang 1918, Antonioni 1912. Beide brachten Anfang der 1980er ihre letzten großen Filme heraus. Bei Antonioni war es 1982 »Indentificazione di una Donna« (Identifikationen einer Frau). Ein alter ego von Filmregisseur ist auf der ewigen Suche nach dem richtigen Licht im richtigen Nebel, den richtigen Motiven und schließlich auf der Suche nach einer Frau, die eigentlich (wie z.B. auch bei Bunuel »Dieses obskure Objekt einer Begierde«) zwei Frauen ist und plötzlich verschwindet. Große Szene, in der der Regisseur die beste Freundin der Frau, eine junge snobistische Aristokratin, beim Training in einem Hallenbad trifft. Er fragt sie danach, was sie am liebsten hat. »Langsam masturbiert zu werden. Am liebsten von einer Frau. Frauen machen es für die Lust. Männer nur, um ihre Männlichkeit zu beweisen.«

Die Kunst, wie sie am S...

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