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31.07.2007 / Feuilleton / Seite 13

Stumpfes Stampfen

Aus dem Alltag im Kriegsgebiet, wo von überall her die Verrohung droht: Der afghanische Spielfilm »Erde und Asche« erzählt vom Warten auf das Überbringen schlechter Nachrichten

Matthias Reichelt
Eine Brücke über einem ausgetrockneten Flußbett in der afghanischen Steppe, umgeben von einer Bergkette. Das ist der Handlungsort des Films »Erde und Asche« von Atiq Rahimi. Bis zu dieser Brücke, an der sich ein kleiner Laden und eine Station mit Schlagbaum befinden, hat es der alte Dastaguir mit seinem kleinen Enkel Yassin auf der Ladefläche eines Lkw geschafft. Grund der Reise: Dastaguir muß seinem Sohn, der in einem Bergwerk arbeitet, die Nachricht überbringen, daß das gesamte Dorf bei einem Bombenangriff ausgelöscht wurde. Aus der Familie haben einzig er und sein Enkel überlebt. Vor der Überbringung dieser Nachricht graut es ihm, aber er ist sich der Pflicht bewußt, den Sohn zu informieren.

In diesem Zwiespalt nimmt der Alte verpaßte Chancen hin, mit Lastwagen weiter zum Bergwerk zu gelangen. Entweder ist Yassin gerade beim Spielen in dem Panzerwrack, oder der Alte und das Kind sind zu langsam für die ungeduldigen LKW-Fahrer. Vier Tage lang harren sie...

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